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die Diskussion zu stürzen, auf die er sich beinah immer einlieB, wenn er Kikjou sah. „Natürlich!" höhnte er, „den hafllichen kleinen Fetisch tragst du auf deinem Herzen! Merde alors!"

„Sei still!" bat der andere ihn sanft, und schützte das heilige Ding mit zartlich gewölbten Handen, als wollte Marcel es ihm vom Halse reiBen. Dem schien wirklich nach irgend einer Aktion solcher Art zu Mute zu sein. „Es ist eine Schande!" polterte er. „Überall auf der Welt geht die Kirche mit der Reaktion, in allen Landern macht sie gemeinsame Sache mit den Feinden des Fortschritts, mit den Ausbeutern, oder auch mit den fascistischen Mördern — und du hangst dir diesen Firlefanz um den Hals! Dabei bildest du dir auch noch ein, eine linke Gesinnung zu haben, und treibst dich mit Leuten herum, die von dem Fascistenpack aus ihrer Heimat vertrieben worden sind!" Marcel lieB wegwerfende Blicke über die hübsche Gestalt des schmalen Knaben hingleiten, der seine Nacktheit jetzt notdürftig bekleidet hatte.

Kikjou erlaubte sich einen Einwand. „Soviel ich weiB, werden die Katholiken im Dritten Reich fast ebenso schrecklich verfolgt wie die Juden und Sozialisten. Alles spricht dafür, daB die Feindschaft zwischen den Christen und Nazis sich noch verscharfen anstatt mildern wird."

„Das ist Zufall", behauptete Marcel gereizt. „Die Herren Bischöfe würden sich mit dem ,Führer' herzlich gern abfinden, wenn sich der nur um eine Nuance entgegenkommender ihnen gegenüber verhielte. Man sieht es doch in Italien: das Gentlemen-Agreement zwischen Mussolini und dem Papst scheint zu funktionieren."

Kikjou versetzte, sanft und eigensinnig, übrigens nicht ohne Feierlichkeit: „In Deutschland wird es Martyrer des Glaubens geben."

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