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„Martyrer des Glaubens gibt es dort schon," warf Marcel zornig dazwischen. „Des sozialistischen Glaubens namlich!"

„Sind die Christen, die den Kerker oder Schlimmeres auf sich nehmen, weniger bewunderungswert ?" Kikjou sandte einen groBen, ernst fragenden Bliek der schimmernden Augen, die unter ihren gewölbten Brauen den Augen Marcels so sehr glichen.

Marcel wollte nicht weiter von den christlichen Martyrern in Deutschland sprechen. „Die Kirche ist aus leicht durchschaubaren Gründen immer und überall gegen den sozialen Fortschritt gewesen," beharrte er. „Nach der Französischen Revolution war der Papst der Erste, der sich gegen die Proklamation der Menschenrechte erklarte. In Spanien wollen die Priester, Hunderttausende sollen Analphabeten bleiben, nur damit die kleinen Bauern und Landarbeiter sich ohne Widerstand von den GroBgrundbesitzern ausnutzen lassen, stumpfsinnig wie das Vieh. Dort wird es auf besonders krasse Art deutlich, welche Rolle die Kirche spielt, und am liebsten überall spielen möchte. Sie tut alles dafür, damit das Land, geistig und ökonomisch, in einem mittelalterlichen Zustand bleibe. Dann könnte man die Heilige Inquisition wieder einführen und die Ketzer brennen lassen, merde alors. Wenn es in Spanien einmal Revolution gibt — und die kann nicht ausbleiben —, dann werden diese verdammten Priester es sein, an denen das Volk sich am grausamsten racht!" Marcel hatte blutdürstige Augen.

Martin konnte das furchtbar schnell gesprochene Französisch nicht ganz verstehen. Übrigens war er schon mehrfach Zeuge ahnlicher Debatten gewesen, und sie langweilten ihn etwas. Deshalb zog er sich nun ins Badezimmer zurück. „Ich gehe," sprach er noch, mit würdevoller Miene, ehe er die Tür hinter sich schloB, „um dem heiligen Vater eine Ansichts-

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