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karte zu schreiben. Der arme Mann muB doch wissen, was für unerbittliche Feinde er hat ..." Dann lieB er drinnen das heiBe Wasser in die Wanne rauschen.

Kikjou, noch immer vom Bett her, sagte leise: „Es gibt falsche Priester. Ich verteidige sie nicht. Jede groBe Sache hat unwürdige Diener, neben den verdienstvollen; auch der Sozialismus. Die spanischen Kleriker mögen irren, sie sind menschliche Wesen, höchst fehlbar. Die deutschen Priester beweisen, daB die allein-selig-machende Kirche im Grande auf der Seite des menschlichen Rechtes steht. Der Mut, den diese frommen Manner zeigen, kann nur aus innerer Erleuchtung — muB aus der Gnade kommen."

„Dasselbe lieBe sich von den kommunistischen Arbeitern behaupten, die auch nicht gerade feige sind," versetzte Marcel, zornig und geschwind. „Nur bei den Pfarrern laBt Zivilcourage auf Gnade schlieBen!

— So niedertrachtigen Unsinn bin ich gewöhnt, von Madame Poiret zu vernehmen — wenn ich der ekelhaften Person überhaupt noch zuhöre. In Wahrheit ist es aber doch so, daB diese Herren vielleicht in einigen Fallen Mut bewahren mögen, aber für die falsche, verlorene, überwundene oder zu-überwindende Sache; für einen Aberglauben, durch den der Fortschritt seit Jahrhunderten bösartig gehemmt worden ist. Kann der Mut des Menschen denn ein anderes Ziel haben, als die materielle und moralische Besserung seines Schicksals ?! Die Priester lenken den Menschen von der einzigen Sorge ab, die ihn wirklich zu beschaftigen hatte: von der Sorge um sein eigenes Wohlergehen. Als Ersatz für Annehmlichkeiten, die er sich hier nicht verschaffen darf, winkt ein Jenseits

— an dem das einzig Gute ist, daB es nicht existiert; denn seine Langweiligkeit ware unvorstellbar. — Wir wollen aber nicht warten bis zum jüngsten Tag!" Marcel stand mitten im Zimmer wie auf einer Tri-

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