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zu machen, als sie sagte: „Guten Morgen. Kommen sie herein."

Die hagere Dame erwiderte den GruB nicht. Wahrend sie eintrat, blickte sie sich scheu und hastig um, als fürchtete sie, es könnte ihr jemand folgen. ,,Danke schön," sagte sie, etwas sinnlos, und schauerte zusammen wie jemand, den ein kalter Luftzug berührt. „Setzen Sie sich doch!" sagte Marion, wobei sie die Besucherin einer schnellen, aber genauen Musterung unterzog. Sie hatte es sich angewöhnt, die Menschen, mit denen sie zu tun bekam, zunachst einmal gründlich anzuschauen.

Die Kleidungsstücke, welche die Frau trug, — schiefes kleines Hütchen, langer Regenmantel, hangende Strümpfe, ausgetretene Halbschuhe — schienen auf eine sonderbare Art entfarbt und verblichen, von einem völlig leichenhaften Grau —: noch nie, meinte Marion, hatte sie derart fahle Kleidungsstücke gesehen. Aschgrau wie Kappe und Mantel waren auch die drei grotesken Löckchen, die unter dem Hutrand hervor auf die Stirne hingen. Diese Stirne übrigens schien edel geformt und von einer fast kindlichen Glattheit; nicht einmal die lacherlichen, runden, steif gedrehten Löckchen konnten sie entstellen. Die unruhigen, kleinen und dunklen Augen lagen in schattig vertieften Höhlen. Von einer sehr langen, scharf profilierten Nase liefen gramvolle Furchen zu einem schmalen, verzerrten Mund.

„Fraulein Proskauer hat Ihnen also meine Adresse gegeben," sagte Marion, da die Fremde, in starrer Haltung, mitten im Raum stehen blieb. ,,Aber warum setzen Sie sich denn nicht ?''

Die Frau fuhr auf wie aus schweren Traumen; erschauerte wieder und lieB ein beangstigendes kleines Kichern hören. „Fraulein Proskauer, ganz recht," sagte sie geschwind und fügte ratselhaft

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