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umgebracht haben." Ilse Proskauer schwieg; am anderen Ende der Leitung lieB Marion einen kleinen Laut der Bestürztheit und der Trauer hören.

Marions Tage in Paris waren erfüllt von Sorge um die eigene Zukunft und von Anstrengungen, die sie für die Zukunft anderer unternahm. Nicht alles, was man versuchte und anzettelte, wollte geraten. Ilse 111, zum Beispiel, kam verzerrt vor Enttauschung von ihrem Rendezvous mit dem Theater-Direktor zurück. ,,Er hat mich abgelehnt!" zischte die Kabarettistin. ,,So eine Gemeinheit! — Und wissen Sie, was er zu mir gesagt hat?! Er hat mir ins Gesicht gesagt: Fraulein, Sie sind zu haBlich! — Spater hat er mir aber versichert: Natürlich, Sie haben Talent. — Nun bitte ich Sie, Marion, was soll das bedeuten ?! Wenn ich Talent habe, dann habe ich doch ein Gesicht. Und wenn ich ein Gesicht habe, dann bin ich doch nicht haBlich!!"

,,Ick kenne noch einen Pariser Theater-Direktor," sagte Marion müde. „Mit dem werde ich Sie zusammen bringen, Fraulein 111."

Und Ilse — die vom Ehrgeiz gejuckt wurde wie von einem giftigen kleinen Ausschlag — wiederholte: ,,Er hat mir gesagt: ,Vous êtes trop laide, Mademoiselle!' Ist das zu fassen? Ist das vorzustellen ?" . . .

. . . „Du muBt mit mir ans Meer!" Dieses Mal bestand Marcel darauf.

Sie fuhren nach einem kleinen Ort in der Nahe von Deauville. Der Sommer ging zu Ende; die Winde waren heftiger und rauher. Das dunkle, bewegte Wasser lieB erkennen: es ist Herbst geworden. — „SchluB mit dem Sommer!" Marcel rief es mit grimmiger Vergnügtheit aus — als ware es jedenfalls

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