Geen zoekvraag opgegeven

Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

grausig-aufgeraumten Rede und nahm den Hörer ab. „Hier Dr. Schröder." Sie sprach jetzt mit einer veranderten, leisen und drohenden Stimme. Ihr Gesicht war starr und furchtbar ernst geworden. Wahrend sie lauschte, kniff sie die blauen Eis-Augen ein wenig zusammen. Der Teilnehmer am anderen Ende des Drahtes sprach lange und klagend; schlieBlich unterbrach Frau Doktor barsch den RedefluB. „SchluB! Ich will nichts mehr horen. Sie schwatzen Unsinn und wissen das selber recht wohl. — Nein, natürlich kann ich mich auf Ihre Vorschlage nicht einlassen: sie sind absurd. Ich bin selbst eine arme Frau. Sie werden noch von mir hören, und bald — worauf Sie sich verlassen können. Adieu." Sie hangte ein und starrte, ein paar Sekunden lang, aus den bösartig zusammengekniffenen Augen vor sich hin. Dann wandte sie sich, wieder munter, an Tilly.

,,Also, kleine Dame —: warum die olie Schröder Haue bekommen hat, wollen Sie wissen ? Na, ich war doch eine bekannte Nummer in Berliner Linkskreisen; habe doch die ganzen roten Jungens juristisch vertreten, und geschickt vertreten, darf man wohl flüstern. Die Nazis hatten was gegen mich, und das war ihnen schlieBlich nicht zu verdenken. Als dann der Reichstagsbrand kam ..."

Tilly überlegte: , Sonderbar, daB ich ihren Namen in Berlin nie gehort habe. Wahrscheinlich ist alles nicht wahr. Mein Gott, die Person spricht ja kein wahres Wort

„Wenn ich nicht durch Geburt Schweizerin ware," fuhr die Alte fort, „dann saBe ich wohl immer noch in dem famosen Columbia-Haus, oder vielmehr: wahrscheinlich gabe es die olie Schröder nicht mehr; die Jungens hatten mich hin gemacht. Auf dem besten Wege dazu waren sie — kann ich Ihnen garantieren. Soll ich Ihnen mal meine Narben zeigen ? Aber so

Sluiten