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'nen unschönen Anblick will ich Ihnen gar nicht zumuten, Sie sehen zart aus. — Erst haben sie mir die Kleider vom Leib gerissen, alle Kleider —; dann sind sie mit Gummiknüppeln über mich her und mit so 'ne langen Nilpferdpeitschen ..."

Tilly, die den lügnerisch-lüsternen Bericht nicht langer ertragen konnte, bemerkte, eine wenig zitternd: „Leider bin ich ziemlich pressiert. Vielleicht haben Sie nichts dagegen, daB wir bald zu meiner Sache kommen." — Frau Doktor kniff drohend die Augen zusammen. „Gut. Ganz wie Sie wünschen, mein Fraulein. Durchaus wie's beliebt."

„Mein deutscher PaB ist abgelaufen," erklarte Tilly, „und wird nicht verlangert."

„Sie wollen also heiraten?" erkundigte sich die Juristin lauernd. „So 'ne kleine PaBehe — wie?"

Tilly, sehr leise: „Ich dachte, Sie könnten mir dabei behilflich sein." Daraufhin die Rechtsgelehrte, munterer denn je: „LaBt sich machen, Kindchen, laBt sich durchaus machen. Sie sollen ja eine tapfere kleine Person sein, versichern mir Ihre Freunde. Tapferen kleinen Personen helfe ich immer gern . . . AuBerdem sind Sie ein appetitliches Madel, ein reizendes Geschöpf, muB man zugeben!" Sie zwinkerte der Besucherin unzüchtig zu. „Ist für keinen Kerl ein Opfer, Sie zu heiraten, kleines Fraulein..." Dazu das blecherne Lachen.

„Ich will aber doch gar nicht wirklich heiraten," wandte Tilly ein.

Die Rechtsberaterin schien wieder herzlich belustigt. „WeiB ich doch, weiB ich doch!" Sie machte eine munter abwinkende Bewegung. „Bin doch nicht doof!" versicherte sie. „Habe doch Köpfchen! Dabei tippte sie sich schalkhaft mit dem Zeigefinger auf die Stirn. „Na, man wird ja da sehn . . . Ungefahrlich ist die Sache für mich keinesfalls." Nun wurde sie wieder

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