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es ja eintraglichere und weniger gefahrliche Dingefür mich zu tun. — Immerhin: ich lebe nicht von der Luft." Dies steilte sie mit einer gewissen Erbitterung fest, und sie fügte hinzu: „Was ich mir in Deutschland erspart habe, ist mir alles gestohlen worden. — Nun, liebes Kind, ich darf wohl annehmen, daB Sie mit Glücksgütern auch nicht gerade gesegnet sind. Ich schlage daher vor, als ein bescheidenes Honorar für meine Bemühungen: 800 Schweizerfranken. 400 Franken sind sofort anzuzahlen, ehe ich irgend etwas weiteres unternehme; die restlichen 400 sind auf einer Züricher Bank für mich zu deponieren."

Tilly wurde sehr blaB. „800 Franken," sagte sie. „Aber ich habe kein Geld ..."

Die Alte, mit unheimlich gedampfter Stimme: „Machen Sie keine Witze! Zu einer berühmten Anwaltin gehen, stundenlang ihre Dienste beanspruchen — und dann erklaren: ich habe kein Geld! So unverschamt kann doch wohl niemand sein!

Tilly brachte hervor: „Ich hatte natürlich damit gerechnet . . ., Ihnen eine Kleinigheit zu bezahlen, wenn die Sache erledigt ist . . ."

Die Doktorin höhnte wütend: „Eine Kleinigkeit! Wenn die Sache erledigt ist! Das könnte Ihnen so passen, Sie dummes Ding!"

Tilly, sehr blaB, aber plötzlich etwas höher aufgerichtet, erklarte — fast zu ihrer eigenen Überraschung: „Nun ist es aber genug.

Die Schröder war so erstaunt, daB sie ein paar Sekunden lang keine Worte fand. SchlieBlich lachte sie bitter. „Das hab ich gern! Auch noch frech werden —wie ?! Auch noch eine alte Frau, eine verdiente Sozialistin beleidigen!" Würdevoll im Bett sitzend, wiederholte sie grausam und majestatisch ihre Forderung! ,,400 Franken auf den Tisch des Hauses, 400 auf der Bank hinterlegt — oder der Fall ist für mich erledigt.

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