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graBlich rot gefarbt. Das Gesicht schien in Verwesung begriffen, zeigte aber den muntersten Ausdruck. Weniger fröhlich war der Kavalier, den Tilly heiraten sollte: ein Major auBer Dienst, er nannte Tilly „meine Gnadigste," und küBte ihr wahrend einer Viertelstunde zehn Mal die Hand. Sie entschuldigte sich bei ihm, weil sie seinen Namen nicht aussprechen konnte; es war ein ungarischer Name, überreich an Konsonanten und von erstaunlicher Kompliziertheit. „Es wird Ihr Name sein, Gnadigste," naselte der Major auBer Dienst. Er trug weiBe Glacéhandschuhe; sein eisgraues Schnurrbartchen war an den Enden steif aufgezwirbelt. Die Kupplerin kicherte animiert. Tilly fragte: „ Wann werde ich den PaB bekommen können?" Die Kupplerin versprach: „Übermorgen. Ich habe famose Verbindungen." Tilly hatte sich Geld von Ottingers geliehen. Die Zeremonie auf dem Standesamt war rührend. Madame Beatrix Flock und ein Stubenmadchen aus dem Hotel figurierten als Trauzeugen. Der Major sagte, nach der Vermahlung: „KüB die Hand, Gnadigste! Wir werden glücklich miteinander sein." Beatrix erklarte: „Übermorgen haben Sie den Pafi. Inzwischen können Sie sich Budapest ansehen. Wir haben Dinner im Hotel Hungaria, nachher fahren wir auf die MargaretenInsel und besuchen das Nachtlokal, das der Princé of Wales bevorzugt hat."

All das muBte Tilly noch bezahlen. Übrigens lohnte sich die Ausgabe. Auf der Margareten-Insel war es reizend, und das Nachtlokal — mit versenkbarem Tanz-Parkett — hatte sicher in Paris nicht seinesgleichen.

Tilly — die Gattin des Majors mit dem unaussprechlichen Namen — bewunderte Budapest. Die Stadt zeigte verführerische und tragische Züge. Sie war glanzvoll — und schabig; elegant — und herunter-

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