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ERSTES KAPITEL

Hans Schütte und sein Freund Ernst durften in Prag nicht bleiben. Schon seit langerem lebten sie illegal in der Tschechoslowakischen Republik. Sie hatten keine Papiere. AuBerdem wurde bekannt, dafi sie immer wieder „schwarz" gearbeitet hatten. Die Unterstützungen waren schmal geworden, und zeitweise blieben sie völlig aus. SchlieBlich hatten sie es auch nicht lassen können, sich politisch bemerkbar zu machen. Weil ihm jetzt schon alles gleich war, und weil er doch das Ganze für „eine groBe ScheiBe" hielt, hatte Hans in einer öffentlichen Versammlung das Wort ergriffen und das „ Staatsoberhaupt eines befreundeten Landes" mit derben Worten beleidigt. Auch Ernst hatte sich in die Diskussion gemischt, und seinerseits manch saftige Grobheit über die hohen Herren in Berlin laut werden lassen. Die Spitzel im Saai wuBten natürlich genau, daB diese beiden unverschamten Redner Deutsche waren, die sich ohne Erlaubnis in der Republik aufhielten. Die diplomatische Vertretung des Dritten Reiches beschwerte sich bei den Prager Behörden über Hans Schütte und seinen Freund Ernst. Die Zwei erkannten: Es gibt dicke Luft! — ,,Wir machen uns dünn!" beschloB Hans.

Es fiel ihnen gar nicht leicht, sich von den Stuben zu trennen, die sie nun seit drei Jahren miteinander geteilt hatten. Aber gerade dort waren sie gleich geschnappt worden. Sie zogen es vor, bei einem Kameraden zu übernachten. Der verschaffte ihnen auch die falschen Passé. Übrigens wollten sie diese nur im auBersten Notfall benutzen. Was sie für die nachste Zeit vorhatten, war eine Art von FuB-Tour durch Europa. Über die Grenzen hofften sie ohne Papiere heimlich zu gelangen — ohne echte Passé und ohne Benutzung der gefahrlichen falschen. „Irgendwo

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