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eine lange Zeit, wieviel Ereignisse, wieviel groBen Gesprachsstoff hatte sie gebracht! Im Februar 1934 waren die Flüchtlinge aus Wien gekommen; dort hatte der Bundeskanzler DollfuB auf die Arbeiter schieBen lassen. Noch nicht ein halbes Jahr spater lieBen die Nazis auf den Bundeskanzler schieBen; er verblutete, nicht einmal ein Priester ward zu ihm gelassen. Die Nazis wollten Österreich haben. Mussolini mobilisierte am Brenner. Die Nazis zuckten zurück. — Viel Gesprachsstoff für die Manner am Prager Stammtisch, von denen die meisten beinah nichts besaBen; aber alle hatten sie doch das Recht, frei zu reden und nach Kraften nachzudenken. Von diesem Rechte machten sie Gebrauch, und sie wuBten es hoch zu schatzen.

Das Jahr 1935 war noch nicht alt, da trafen schon wieder neue Flüchtlinge ein. Es waren solche, die an der Saar gegen den Anschlufl des Gebietes ans Dritte Reich agitiert hatten. Die Saar wurde deutsch. Hitier hatte seinen Triumph — der auch jeder anderen Reichs-Regierung zugefallen, aber von keiner so dröhnend ausgenutzt worden ware.

Kurze Zeit danach führte das Dritte Reich die allgemeine Wehrpflicht ein. Erst war die Aufregung kolossal und am Stammtisch schien man auf das AuBerste gefaBt; dann steilte sich heraus: die groBen Demokratien lieBen es sich gefallen. Nun fragte man sich besorgt: Wie weit sollen die Nazis gehen, damit England und Frankreich die Geduld verlieren ? — Irgendwo aber muB eine Grenze sein — empfanden sie alle. Wird Hitier vor ihr zurückscheuen ? Kannerdas Letzte und GraBlichste wagen ? — Manche meinten: Die Grenze ist Österreich. Wien bekommt er nicht. Andere blieben skeptisch: England würde auch Wien opfern, um des lieben Friedens willen. — Aber Mussolini ? — Antwort: Dem bleibt nichts anderes

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