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Sie afien miteinander zu Abend; dann gingen sie eine Stunde ins Kino. Die Nacht war schön; Tilly hatte Lust, zu Fufl nach Rüschlikon zu gehen. Ernst begleitete sie. Beim Abschied verabredeten sie etwas für den nachsten Abend. Als Tilly schon in der Haustüre stand, sagte sie plötzlich, mit einem auffallend weichen, schrag abgleitenden Bliek: „Sie sind also der H.S." Es schien, daB sie alles durcheinander brachte. Vielleicht hatte sie ein Glas Wein zu viel getrunken, vielleicht war sie nur müde. Er fand es taktvoll, sie nicht zu korrigieren. „Gute Nacht, Tilly," sagte er.

Wahrend sie sich auszog, fiel ihr ein, daB für morgen Abend Peter Hürlimann sie in ein Konzert eingeladen hatte. ,Ich muB ihm absagen,' beschloB sie. .Morgen Abend bin ich besetzt. Konnis Freund, der H. S. ist ja hier . .

Wahrend sie schon einschlief, dachte sie noch: .Komisch, diese kurz geschorenen Haare am Nacken und an den Schlafen . . . Die müssen aber ziemlich stark kitzeln, wenn man das Gesicht an sie legt. . . Hat er mir nicht erzahlt, daB er in Berlin ein Schupo war ? Ich kann ihn mir recht gut vorstellen, in der grünen Uniform . .

Es regnete in Stromen. An Spazierengehen war nicht zu denken. Zum Kino hatten Tilly und Ernst keine Lust. Sie waren überhaupt bei weitem nicht so lustig wie den Abend zuvor. Beide schauten viel vor sich hin, oder der eine dem anderen ins Gesicht, ohne zu reden. Wenn die Gier in ihren Blieken zu deutlich wurde, senkten sie die Augen, wie beschamt. Aber bald ertappten sie sich wieder dabei, daB der eine versunken saB in das Bild des anderen. Nach dem Essen blieben sie noch eine Weile in der halbdunklen Wirtsstube sitzen. Endlich war es Tilly,

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