Geen zoekvraag opgegeven

Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

unterbrach sie: ,,Sind Sie mit diesem Mann hier verheiratet ?"

Tilly lieB nicht von ihren traurigen kleinen Versuchen, mit dem Beamten zu kokettieren. „GewiB," sagte sie, wobei sie die Schultern hochzog und sich zu allerlei niedlichen Grimassen zwang, die ihrem Gesicht weh taten. „Das heiBt: beinah verheiratet — so gut wie verehelicht ... Er ist ein Vetter von mir . . . Ein Jugendfreund auBerdem . . . Wir sind schon seit langem verlobt ..."

„Also nicht verheiratet," steilte unerbittlich der Beamte fest, und er machte sich Notizen in ein dickes schwarzes Wachstuchheft, welches er aus seiner Aktentasche geholt hatte. „Haben Sie keinerlei Ausweispapiere bei sich ?"

,,Oh doch," schwatzte sie. „Es wird sich schon etwas finden — dies und das, eine Visitenkarten oder so. Wenn Sie nur so freundlich waren, mir dieses Taschen herüber zu reichen ..."

Der Beamte gab ihr stumm die Tasche, auf die sie gedeutet hatte. Tilly kramte aufgeregt; lieB eine alte kleine Puderdose auf den FuBboden fallen — der Beamte überlegte sich eine Sekunde, ob er sich bücken solle, um sie aufzuheben, unterlieB es dann aber. Tilly muBte schlieBlich betrübt konstatieren: „Nicht einmal eine Visitenkarte ist da! — Aber hier!" rief sie mit klaglicher Munterkeit, „hier — eine kleine Tischkarte! Sie stammt von einem Dinner bei Herrn und Frau Ottinger Entschuldigen Sie, es ist kein recht seriöses Ausweispapier; aber immerhin, Sie sehen doch meinen Namen ..."

Der Beamte betrachtete mit ungerührter Miene die kleine Karte. Auf ihr war abgebildet ein junges Madchen, das an einer Schreibmaschine sitzt; man sah nur den Rücken. Das alberne Bildchen war umrahmt von einem Kranz aus Rosen und VergiBmeinnicht.

18

Sluiten