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mitten in einer politischen Diskussion — an der er übrigens mit Intelligenz und Lebhaftigkeit teilnimmt — mit einem Schauder, in dem Hochmut und Grauen sich mischen, empfindet: Wovon sprechen die guten Leute ? Warum regen sie sich so auf ? Illegale Arbeit in Deutschland . . . Interne Schwierigkeiten der Spanischen Republik . . . Italiens Raubzug gegen Abessinien: Was ist dies alles? Wie berührt es uns ? — Warum schreien sie so ? — Der wackere Theo Hummler schwitzt ja schon wieder vor Enthusiasmus, und nun schlagt er mit der Faust auf den Tisch, das ist komisch. . . . Ich will zurück in mein Zimmer. Dort ist es friedlich. Ich will heim zu meiner süBen Sache . . Aber dann nimmt Martin sich mit einem Ruck zusammen und spricht seinerseits, mit Schwung, Witz und Temperament, über die englisch-italienische Spannung, über die Sanktionen gegen Mussolini, die hysterische Angst vorm „Bolschewismus" in London, und schlieBlich erzahlt er sogar einen neuen Witz über den Fliegergeneral Göring.

. . . Daheim in seinem Zimmer ists friedlich. Oh, süBe Seligkeit der Stunden von ein Uhr nachts bis sechs Uhr morgens! Oh, Rausch der einsamen, der belebten Nacht! Ob man ein Buch aufschlagt — etwa das, in dem die Verse des verruchten Lieblingspoeten stehen —, ob man aus dem Fenster blickt, oder in einen Spiegel, oder einfach ins Leere: von überall her kommen die reizenden, verlockenden, verdachtigen Gestalten. Es müBte doch möglich sein — so meint der Benommene, zugleich Betaubte und fiebrig Angeregte —, ach, es sollte gelingen, wenigstens einen Teil der zartlichen und originellen, tiefen und überraschenden, wahrscheinlich ungeheuer wichtigen Einfalle, die jetzt wie eine Schar von wundersamen Vögeln durch mein Haupt ziehen, auf dem Papiere fest zu halten. Es sollte gelingen. Hier ist weiBes

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