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werde: „um Ihnen noch einen Leckerbissen für die Nacht zu bringen" —, wie sie sich, neckisch und geheimnisvoll, ausdrückte. ,Wahrscheinlich meint sie irgendein harmloses Schlafmittel,' vermutete Martin etwas verachtlich. Im Augenblick interessierte er sich nicht sehr für die chemischen Überraschungen, die Schwester Rosa für ihn in Bereitschaft hatte. Die Wirkung des Medikaments war erfreulich. Seine Gedanken arbeiteten beinah mit der gleichen traumhaft-beschwingten Leichtigkeit, wie nach den groBen Heroin-Injektionen.

.Natürlich darf ich mich nicht tauschen lassen,' dachte er, als er alleine war. ,Heute ist noch einguter Tag. Die eigentliche Entziehung hat gar nicht angefangen. Es wird scheuBlich werden, ich weiB es. Es wird ekelhaft sein. Indessen bin ich fest entschlossen, durchzuhalten — und wenn es noch so grauenvoll wird. SchlieBlich weiB ich, für was ich leiden muB. Ich muB leiden, um gesund zu werden. Ich muB gesund werden —: erstens, um ein paar gute Sachen schreiben zu können. Es ist in der Tat meine Absicht, noch ein paar vorzügliche Sachen zu schreiben, sowohl in Versen als auch in einer strengen, rhythmisch prazisen, tadellosen Prosa. Zweitens muB ich gesund werden, um mit Kikjou leben zu können. Ich liebe Kikjou. Ich brauche Kikjou. Ich verliere ihn, wenn ich von der süBen Sache, dem gar-zu-holden Teufels-Dreck nicht lasse. Ich habe die Wahl zwischen Kikjou und der infernalischen SüBigkeit. Kikjou ist es, den ich vorziehe — da kann gar kein Zweifel sein. Kikjou, le petit frère de Marcel . . . Ich liebe sie alle Beide, meine lieben Brüder . . . Das weiBe Pülverchen — in aqua destillata aufgelöst — würde mich von Beiden entfernen. Um ihretwillen, und um Marions willen, und am Davids willen, muB ich es loswerden. Ich muB es los-

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