Geen zoekvraag opgegeven

Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

übrigens schüttelte er erstaunt und betrübt den Kopf über das Resultat: es steilte sich wohl heraus, dafi er entweder viel schwerer oder viel leichter war, als er angenommen und gehofft hatte.

Martin ging, etwas schwankenden aber entschlossenen Schrittes um den Ladentisch herum und sagte zu dem Fraulein, das mit den beiden Alten und den Krautertee-Packungen beschaftigt war: ,,Ich möchte Ihren Chef sprechen." Das Fraulein lachelte erschrocken — sie fürchtete wohl, es mit einem Wahnsinnigen zu tun zu haben —; da kam der Chef schon herbei. Mit weiBem Vollbart, hoher Stirn und gold gerandeter Brille wirkte er stattlich, fast majestatisch. „Was wünscht der Herr ?" erkundigte er sich drohend.

Der nachste Augenblick entscheidet über Leben und Tod — empfand Martin, dessen Kniee immer heftiger zitterten. — Wenn der stattliche Alte mir die Droge nicht gibt, falie ich hin, schreie noch ein wenig und sterbe.

Er gab sich Mühe, ein gefaBtes Gesicht zu machen. „Ich bin auf der Durchreise hier," bemerkte er und versuchte es mit einem einschmeichelnden Lacheln. Der Apotheker sagte: „Aha!" — wobei er lauernd den Kopf senkte und seinen schonen Bart gegen die Brust drückte. — „Es ist dumm," plauderte Martin mit verzerrter Miene — er fürchtete, im nachsten Augenblick wieder weinen zu müssen — „es ist wirklich recht lastig. Ich benötige namlich ein Medikament — mein Hausarzt hat es mir gegen die bösen Gallenschmerzen verschrieben. . . Es heiOt Eucodal," gestand er, und wurde ein wenig rot. „Ein ganz leichtes Mittel . . .," fügte er, sinnloser Weise, hinzu.

Der Apotheker sagte schnell und sehr kalt: „Dafür benötige ich das Rezept eines hiesigen Arztes." Martin begriff die totale Hoffnungslosigkeit der Situation.

Sluiten