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war gut in Form. Von den Englandern freilich verstand fast keiner etwas; indessen waren alle entzückt von Marions Stimme und von ihren Augen. Nach dem Vortrag gab es kaltes Buffet mit Champagner. Bernheim hielt eine sowohl launige als auch ergriffene Rede auf „das schone Kammermadchen" — wie er Marion mit eigensinniger Scherzhaftigkeit nannte. ,,So lange Menschen wie Sie unter uns sind, brauchen wir nicht zu verzweifeln!" rief er ihrzu, das Sektglas in der erhobenen Hand. Alle klatschten. Der berühmte Schriftsteller, dessen Augen hinter dicken, sehr scharf geschliffenen Brillenglasern verschwanden, streckte mit einer merkwürdig ungeschickten, rührend befangenen Bewegung die sehr langen, dürren Arme aus, um zu applaudieren. ,Wie Serrenissimus in einem Witzblatt,' muBte Marion denken. Übrigens liebte sie seine Bücher und war neugierig darauf, ihn kennen zu lernen. Durch Samuel lieB sie sich mit ihm bekannt machen.

Er war sehr groB und mager, und es schien, daB er nichts Rechtes mit seinen endlosen Armen und Beinen anzufangen wuBte. Das merkwürdig kurze Gesicht, mit dem sehr weichen und grofien Mund, wurde beherrscht von den runden, spiegelnden Brillenglasern. Er versuchte auf eine befangene, zugleich hochmütige und schüchterne Art, zunachst deutsch mit ihr zu reden. Spater sprachen sie englisch. — Sie saBen am offenen Fenster; vor ihnen der Bliek auf das dunkle Meer, den Strand und die schwarzen Palmen, deren Konturen mit schoner Genauigkeit vorm Nachthimmel standen. Der berühmte Schriftsteller schwieg, das Gesicht der Landschaft zugewendet. Marion wagte nicht, das Gesprach zu beginnen. Sie dachte an seine Bücher, die sie bewunderte. ,Was geht jetzt hinter seiner Stirne vor ? ' überlegte sie. .Beobachtet er mich ? Er scheint nicht viel zu sehen, und mufi doch allerlei bemerken, hinter seinen

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