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„Hier sann und schaffte Friedrich Nietzsche . . Über diesen Text hatten sie etwas lachen müssen; aber sie waren ernst geworden in der engen Stube. Aus dem Fenster gab es keinen Bliek in diese unsagbare Landschaft; man hatte vor sich nur die steil nach oben strebende Wand des Hügels, an den das Haus wie fest gewachsen schien. Bei all seinen inneren Kampfen, enormen Aufschwüngen, katastrophalen Niederlagen, hatte der magenkranke Professor — gemartert von Kopfschmerzen und intellektuellen Ekstasen — sich nicht den Trost der schonen Aussicht gegönnt. Marion und Marcel konstatierten dies mit Ehrfurcht und mit Erbarmen. —

,,Wir wollen umkehren," sagte jetzt Marcel; es war, als könnte ers nicht erwarten, den kalten Bergwind endlich im Gesicht zu spüren. Sie waren nicht darauf gefaBt gewesen, da!3 es sie mit solcher Heftigkeit anwehen würde. Sie erschauerten, froren, schmiegten sich im Gehen enger aneinander. Marion sagte: „Es ist so gut, da!3 wir hergekommen sind!" Er lachelte, ohne sie anzuschauen. „Ja — schoner als hier kann es auf dieser Erde nicht sein." Er blieb stehen. „Dieses Tal. . . dieser Wind . . Er zog tief die Luft ein. „Der Mann in dem abscheulichen Zimmer, wo wir heute gewesen sind — der kannte sich aus. Er wufite, die schönste Landschaft zu finden, und die Probleme, die entscheidend sind. Er hatte alles schon durchgemacht, ehe wir anfingen zu denken. Der ganze Aufruhr unserer Herzen, alle Ratlosigkeit, die schrecklichsten Irrtümer, der Wahnsinn, und noch die kühnsten Hoffnungen waren ihm gegenwartig. Er hat alles schon ausgesprochen — in deiner Sprache, Marion, in deiner schonen Sprache. Jetzt sollten wir schweigsamer sein — und ware es nur aus Ehrfurcht. Da er in Gedanken alles durchgelitten und durchgekampft hat, müssen wir anders leiden

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