Geen zoekvraag opgegeven

Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

DRITTES KAPITEL

„Ich kann das Kind nicht bekommen," sagte Tilly, leise und mit bebender Bestimmtheit; woraufhin die Arztin streng und etwas feierlich wurde. „Genug jetzt! Ich will davon nichts mehr hören! Sie sind völlig gesund." — „Abgesehen von meinem Asthma," warf Tilly böse ein. — „Das ist nervös," steilte die Arztin fest. „Nach der Niederkunft wird es bald verschwinden." — ,,Ich kann das Kind nicht bekommen. Sie müssen mir helfen, Fraulein Doktor! Sie müssen!" — ,,Ich darf nicht, und Sie wissen, daB ich nicht darf. Ich würde es aber auch nicht tun, wenn ich dürfte. Sie bringen das Kind zur Welt, werden es lieb haben — und mir dankbar sein, dal3 ich Ihnen Ihre Bitte heute abschlagen mufi." Tilly stöhnte. In ihrem weiBen Gesicht öffnete sich klagend der Mund —: ein dunkles Loch in der hellen Flache dieser verzweifelten Miene. Ihr liebenswürdiges Antlitz wirkte tragisch verandert und sah übrigens ein wenig idiotisch aus, durch seine Starrheit und weil der Mund so trostlos offen blieb. Die Arztin erschrak. ,,Aber mein liebes Kind!" sagte sie angstlich. „Machen Sie doch kein so1 jammervolles Gesicht! Wahrscheinlich sind die Dinge gar nicht so schlimm, wie Sie sich das jetzt einbilden . . . Wollen Sie mir nicht ein wenig erzahlen ? Über den Vater Ihres Babys, und warum Sie so traurig sind ?"

— ,,Nein," sagte Tilly; es kam rauh und fast zornig heraus. Die Arztin, etwas pikiert, zuckte die Achseln. „Ich dachte, es würde Ihnen vielleicht gut tun. Aber ganz wie Sie wollen — natürlich, ganz wie Sie es wünschen, mein Kind." — „Entschuldigen Sie!" sagte Tilly; sie war aufgestanden. „Entschuldigen Sie, bitte.

— Ja, ich muB wohl jetzt gehen." —

Auf der StraBe, in ihrem Zimmer, an der Schrei b-

Sluiten