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grauen Stunden der Dammerung kann man ihn ziellos durch die Gassen des Quartier Latin oder drunten, an der Seine, promenieren sehen.

Und Marion! — Mit ihr ist Marcel heute den ganzen Tag gewesen, und morgen früh wird sie allein es sein, die ihn zum Zug begleitet. Sie ist sehr erschrocken, als er ihrs gesagt hat: Ich gehe nach Spanien. Marion, die sonst nur tröstet und hilft, zur Besinnung oder zum Kampf ruft — Marion hat geweint. Ihr Mund hat kindlich gezittert, aus den schonen, schragen Katzenaugen flossen Tranen: „Tu es nicht! Ich sehe dich niemals wieder! Bleibe hier, es gibt hier genug zu leisten! Bleibe meinetwegen! Ich bin deine Frau!" — Sie hat sogar dies gesagt: ■— „Ich bin deine Frau!" — hat sich nicht geschamt, das riskante, in solchem Zusammenhang fast abgeschmackte Argument zu benutzen. Noch arger aber war es, als sie plötzlich verlangte: ,,Wenn du gehen muBt — nimm mich mit! Ich will nicht alleine hier bleiben, oder in Mahrisch-Ostrau Gedichte aufsagen —und anderswo wird die Entscheidungsschlacht geschlagen, und du bist dabei! Nimm mich mit! Ich kann auch schieBen lernen, ich bin sehr begabt fürs SchieBen, im Lunapark habe ich immer den ersten Preis gewonnen —; oder ich kann Krankenschwester werden, oder den Soldaten nachts Geschichten erzahlen, wenn sie wach bleiben müssen — und ich kann bei dir sein; denn ich bin deine Frau!" Marcel streichelte sie erst und bat: „Das ist nicht dein Ernst, Marion! Das kannst du nicht wirklich wollen!" Als sie eigensinnig blieb, muBte er streng und beinah drohend werden. „Es gibt Wege, Marion, die man allein zu gehen hat! Du kannst nicht mit mir kommen. Ich will nicht, daB irgendjemand mit mir kommt." — Da verstummte sie und hielt das Gesicht lang gesenkt, wie beschamt. Erst viel spater

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