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doch geben ..." Marcel sagte, er habe keine Ahnung, wo Kikjou sei.

Er ging zu ihm, noch in dieser Nacht, es war seine letzte Visite, ehe Marion ihn zum Bahnhof brachte. Kikjou wohnte in einem kleinen Hotel, nah der Madeleine. Dort versteckte er sich vor Martin. Er wollte Martin nicht sehen — um keinen Preis, unter keinen Umstanden —; er hatte Angst vor ihm und vor der chose infernale. In seinem Zimmer hing das Kruzifix; auch die Bücher, auf dem Tisch gehauft, waren wohl fromme Werke. In dieser Nacht aber unterlieB es Marcel, sich mit Kikjou über Gott und die allein-selig-machende Kirche zu streiten. Er sagte nur: „In Spanien kampfen die Priester auf der anderen Seite auf der Seite des Feindes. Sie haben das Volk in der Finsternis halten, unterjochen und ausnutzen wollen. Das Volk haBt sie." Dabei ruhte der Bliek der tragisch aufgerissenen Sternenaugen auf dem Bild des Gekreuzigten. — „Es gibt schlechte Priester," gab Kikjou zu. Marcel, anstatt darauf einzugehen, erwiderte: „Lebe wohl!" — Sie umarmten sich, Marcel et son petit frère, Marcel und Kikjou, einander so ahnlich, von einander so verschieden, wie Brüder es sind; Beide begnadet mit Reiz, Beide verführend mit weit geöffneten, schillernd vielfarbigen Augen unter den hohen, kühn geschwungenen Bogen der Brauen. „Mon petit singe!" sagte Marcel, und Kikjou nahm seine Wange nicht von Marcels Gesicht. Sie wuBten, es war ein Abschied für lange Zeit, der Abschied für immer vielleicht. — ,,Ich werde für dich beten," versprach Kikjou, und Marcel widersprach nicht, lachte nicht, schimpfte nicht, sondern nickte ernst: „Das kann nichts schaden. Bete für mich. Bete für mich, mon petit singe, mon petit frère." — Es war nicht davon die Rede, daB Kikjou nachkommen wollte; beinah alle, von denen Marcel Abschied nahm,

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