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sen von meinen zwei Liebhabern, von Konni und Ernst nicht weifi; sonst müBte ich denen auch noch schreiben,' dachte sie, wie eine kleine Sekretarin, die sich freut, daB ihr Chef eine Adresse verloren hat und sie also um lastige Arbeit herumkommt. Dann aber erschrak sie gleich über den Zynismus ihrer Überlegung. ,Wie kann nur ein fast erwachsenes Madel so faul sein!' Sie benützte in ihren Gedanken die Worte, die früher eine Handarbeitslehrerin so oft mit gerechter Empörung zu ihr gesagt hatte.

,Ich habe in meinem Leben nur Zwei gern gehabt, und nur mit Zweien geschlafen, und von Beiden weiB ich nicht, wo sie sind, vielleicht sind Beide schon tot, und ich weiB es nicht. Den Konni haben sie vielleicht in Deutschland umgebracht, oder sie haben ihn so lang gequalt und geschunden, daB er gar kein richtiger Mensch mehr ist, sondern schon ganz kaputt, und ich würde ihn kaum noch erkennen. Würde ich ihn denn überhaupt noch erkennen, wenn er jetzt hier ins Zimmer trate und sahe noch fast aus wie früher, nur ein biBchen alter natürlich ? Ich habe sein Gesicht ganz vergessen. An seine Stimme erinnere ich mich noch, und auch an die Art, wie er ging. Aber sein Gesicht habe ich vergessen. Alle Züge verwischen sich mir, wenn ich dran denken will. Ach, Konni Konni — und wir hatten glücklich sein können! Wir haben doch so fein zueinander gepaBt!

Aber wie der Ernst aussieht, das weiB ich noch ganz genau, ich spüre noch die Berührung von seinem Körper an meinem, und wie seine Hande waren spüre ich noch, ich spüre noch alles. Als ich hier mit dir im Bett lag, Ernst, da wuBte ich wohl noch gar nicht, daB ich dich lieben würde, wenn du nicht mehr da bist, sondern ganz verschwunden . . . DaB ich dich lieben werde . . . DaB ich dich liebe.

Ich hatte das Kind gern von dir bekommen,

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