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tem Gerümpel. Zwischen den alten Schubkarren, GieBkannen und Leitern versteckten die beiden kleinen Schwestern, Marion und Tilly, sich manchmal vor den Erwachsenen. Es war lustig, die groBen Leute im Garten drauBen schreien zu hören, wahrend man sich in der warmen, dumpfig eingeschlossenen Luft des Schuppens aneinander preflte und ein Kichern unterdrückte, das einen hatte verraten können.

Vom Garten führten ein paar Stufen zur Terrasse hinauf, wo Tee getrunken und im Sommer manchmal gegessen wurde. Hier waren die Wande mit Malereien geschmückt, die nicht nur verblaBt, sondern im Begriffe schienen völlig zu zerbröckeln. Von einem Sankt Sebastian, der die Jünglings-Anmut seines Leibes in stolzer Pose den Pfeilen der Peiniger bot, war nichts übrig geblieben als ein bleicher Schatten, so als ob der Heilige allmahlich seine Unsterblichkeit einbüBte und in schoner Haltung, milde und nur ein klein wenig gekrankt lachelnd, verweste.

Wie tief hatte sich dies alles eingepragt in Tillys Gedachtnis! Mit welch schauerlich-süBer Genauigkeit stieg es nun auf, wahrend sie in diesem kalten, trostlosen Hotelzimmer fröstelnd auf ihren Tee wartete. Sie wartete auf den Tee, in dem sie die zwanzig Veronaltabletten auflösen wollte.

Stand das schone alte Haus der GroBtante noch?

Die alte Dame war wohl schon lange tot

Von der Diele führte eine Freitreppe mit reich geschnitztem braunem Mahagoni-Gelander zum ersten Stockwerk hinauf. Etwa auf der Mitte der Treppe gab es einen kleinen Erker oder Balkon, von dem aus man auf die Diele mit ihren Teppichen, Gobelins und bunten Majolika-Krügen schauen konnte, wie in eine dammrige, mit freundlichen Figuren reich belebte Landschaft. Der kleine Treppen-Balkon hatte ein schmiedeeisernes, mit barocken Arabesken üppig

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