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eine Familie — nicht wahr, Kinder, ich übertreibe nicht und ich mache keine sentimentale Redensart, wenn ich uns so bezeichne ?" Dies sagt sie bittend, fast flehend, und ihr Bliek wandert in einer angstlichen Frage von einem zum anderen. Alle nicken ihr zu. Die leichte MiBtimmung ist schon wieder verflogen. Sie ist eben doch eine prachtvolle alte Person, unsere Schwalbe, freilich sind wir eine Familie, und dir, alte Schwalbe, haben wir dankbar dafür zu sein; denn du haltst uns zusammen, du bist der Kapitan und die Mutter, die Ernahrerin und der General.

„Ja ja," ruft die alte Frau, jetzt beinah freudig, und aus ihrem angstlich forschenden Bliek ist ein zuversichtlich leuchtender geworden. „Eine Familie — das sind wir —, und das sollt ihr auch in Berlin erzahlen!" Dabei wendet sie sich triumphierend Herrn und Frau Korella zu, die nicht wissen, ob sie gerührt oder empört sein sollen, und in Wahrheit beides gleichzeitig sind. „Davon sprecht in Berlin!" verlangt die Schwalbe von ihnen. Aber dann schaut sie wieder weg von Martins krampfhaft steif aufgerichtetem Vaterund vonder tranennassen Mama, und ihre Augen bleiben noch einmal an dem schwarzen kleinen Behalter hangen, an dem bescheiden verzierten GefaB, in dem das graue Aschenhaufchen aufgehoben ist. ,,Nun ist unsere Familie plötzlich viel armer geworden" —: dieses wird von ihr vorgebracht, als spreche sie zu sich selbst und habe vergessen, daB es hier Zuhörer gibt. „Viel armer geworden," wiederholt sie mit betrübter Nachdenklichkeit. „Der Beste ist weg." Sie zuckt die Achseln, mit einer bitteren und gar nicht pathetischen Resignation.

„Ja, er ist wohl so ziemlich der Beste gewesen ..." Dabei hat ihr Gesicht etwa den Ausdruck, welchen es bekommt, wenn Frau Schwalbe die Geschaftsbücher prüft: es ist, als lieBe sie in Eile samtliche Mitglieder

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