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an Herrn und Frau Korella aus Berlin, vorbei. Handeschütteln und gemurmelte Phrasen des Beileids. Frau Schwalbe umarmt Mutter Korella, die sich mit dem triefend nassen Tüchlein die geschwollenen Augen wischt; alte Schwalbe küBt Mutter Korella auf beide Wangen, Herr Korella sieht mit MiBbilligung zu. Er hat der temperamentvollen Dame ihre unkonventionelle und in vieler Hinsicht schokierende Grabrede ganz entschieden übel genommen. Zu David Deutsch, der nun seinerseits den schiefen Bückling vor ihm macht, sagt er deutlich und nicht ohne Scharfe — obwohl die Schwalbe sich ganz in der Nahe befindet und seine Worte verstehen kann —: ,,Ich bedaure es aufrichtig, lieber Herr Doktor, dafi Sie die Ansprache nicht halten konnten. Denn Sie sind es doch wohl, dermeinem Sohn von allen hier Anwesenden am nachsten gewesen ist.'' Er sieht mit einem strengen Bliek erst an Frau Schwalbe vorbei, dannan Kikjou, dem er demonstrativ nicht die Hand gereichthat.

Der Einzige, dem Vater Korella hier ein gewisses Vertrauen entgegenbringt, ist David Deutsch; nun wird es deutlich, denn der alte Herr legt diesem Freund seines Sohnes einen Arm um die Schulter, und er führt ihn ein wenig bei Seite. David, in besonders schiefer Haltung — den Oberkörper verrenkt, im überhöflichen Eifer des Lauschens — nickt erregt mit dem Kopf und scharrt mit den FüBen die Erde wie ein nervöses RoB.

Herr Korella — ein total gebrochener Mann, der sich unter schier übermenschlichen Mühen steif und gerade halt, als hatte er einen Stock im Rücken —, Herr Korella bringt mit bebenden Lippen sein kleines Anliegen vor: Ob der junge Herr Deutsch ihm, dem Vater, bei der genauen Durchsicht von Martins Papieren behilflich sein möchte ? „Vielleicht finden wir wertvolle Dinge unter diesen Niederschriften,"

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