Geen zoekvraag opgegeven

Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

es ehrlich, ja, sie freut sich fast auf ihre Wohnung in der Nürnberger StraBe. — GewiB gewiB, unser Vaterland. Der junge Herr deutet durch Lacheln ein geheimes Einverstandnis zwischen sich und Frau Korella an. Unser Vaterland, sicher, das klingt sehr hübsch. „Aber schlieBlich," bemerkt Konradi, nun vertraulich-leise, „schlieBlich, nach allem, was man uns dort angetan hat! Ich bin auch in einem Konzentrationslager gewesen . . betont er, nicht ohne Stolz. Und erberichtet, immer mit dem vertraulich-gedampften Ton, aus was für Gründen er hinein geraten sei und unter welch phantastischen Umstanden er es verlassen habe. — Freilich, solche Dinge sind schrecklich, Frau Korella gibt es gerne zu; in ihrem Bekanntenkreis hat sich ja auch so manches ereignet, und was hat man ihrem armen Gatten nicht alles angetan! Konradi schüttelt voller Mitgefühl den Kopf. Dann meint er abschlieBend: „Nun, was mich betrifft, ich habe die Nase voll. Ich bleibe im Ausland; da darf man doch wenigstens den Mund aufmachen." — ,,In Ihrem Fall ist das auch etwas ganz anderes: Sie sind jung." Frau Korella stellt es ohne Bitterkeit fest. „Aber ich — eine alte Frau — wo soll ich denn hin ?"

Madame Schwalbe, die ein paar gute Worte zu dem todesbleichen Kikjou gesagt hat, wendet sich wieder an Frau Korella und erkundigt sich, ob die beiden Herrschaften ihr das Vergnügen machen wollen, einen ImbiB in ihrem Lokal zu nehmen. „Es ist sehr bescheiden bei uns," versichert sie, „kein Luxusrestaurant, das dürfen Sie nicht erwarten. Aber vielleicht interessiert es Sie, den Platz kennen zu lernen, wo unser Martin in den letzten Monaten seines Lebens so viele Stunden taglich verbracht hat." — Ja, das würde Frau Korella natürlich ungemein interessieren: sie bestatigt es mit eifrigen Worten.

Sluiten