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Tatigkeit der Emigranten vor allem.' Herr Korella hat für sein Vaterland im groBen Weltkrieg gekampft; es ist ein Jammer und eine bittere Schmach, daB seine Landsleute dies nun ihrerseits vergessen zu haben scheinen. Aber ein Mann von seinem Schlage ist nicht gesonnen, das schlimme Unrecht, das die Deutschen ihm zufügen, nachtraglich gleichsam zu rechtfertigen, indem er sich zu den Feinden des Reiches, zu den internationalistischen Hetzern gesellt.

Herr Korella bedankt sich bei Mutter Schwalbe mit einer knappen Neigung des Kopfes für die freundliche Einladung; bietet Frau Korella den Arm, und entfernt sich -— würdevoll, von etwas schabiger Eleganz. David Deutsch folgt dem Elternpaar, mit schiefen, gleichsam um Verzeihung bittenden Verneigungen von Mutter Schwalbe und den Freunden Abschied nehmend. Kikjou, die schonen Augen von undefinierbarer Farbe im weiBen Gesicht klagend aufgerissen, bleibt zurück, unter der kraftigen Obhut der Schwalbenwirtin, die ihn an sich zieht wie ein Muttertier sein Junges. Bis zum SchluB der Zeremonie ist er von Herrn Korella auf ungeheuer verletzende Art geschnitten worden. ,Sehr verdachtige Gestalt,' ist Herrn Korellas Eindruck von dem bleichen Knaben. , Wirkt kolossal ungesund. Ich bezweifle, ob seine Beziehungen zu meinem Martin sich überhaupt noch im Rahmen des GesetzmaBigen gehalten haben . . .'

Nach Herrn Korellas Abgang gibt es ein erleichtertes Aufatmen unter den jungen Leuten. Die alte Schwalbe macht: Uff! — womit sie dem allgemeinen Empfinden Ausdruck verleiht. Man hat es sich — vielleicht aus einer Art von Pietat, die sich auf Martin bezieht; vielleicht aus Mitleid angesichts der Tranen, die Frau Korella so beangstigend reichlich hat flieBen lassen — zunachst nicht eingestehen und nicht recht zugeben wollen; aber von Anfang an ist Herr Korella

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