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Geld!" rief er weinerlich. „Diese ganze sogenannte Emigration war doch nur ein ungeheurer Luxus, und ich muI3te ihn zahlen! Der Junge hatte ja immer schon die fixe Idee, dai3 er nur in Paris leben könne — wie oft muBte ich ihm diese verrückte Bitte abschlagen: ihn nach Paris übersiedeln zu lassen! Nun, und dann kam Hitier, und unser Martin hatte endlich seinen Vorwand, zu behaupten, es sei in Deutschland nicht mehr auszuhalten! Andere haben es auch ausgehalten!" rief der Vater mit bitterer Miene. „Aber unser Martin tat sich ja immer so viel auf seine Sensibilitat zugute — diese elegante Empfindsamkeit auf meine Kosten!" Herr Korella hatte sich sehr in Zorn geredet; das WeiBe seiner Augapfel farbte sich rötlich.

Hier war es die verweinte Frau Hedwig, die eingriff. Sie nahm all ihren Mut zusammen, um auszurufen: „Aber Felix! VergiB doch nicht, wo wir sind! Hast du denn kein fühlendes Herz im Leibe ?"

Der Alte, halb noch argerlich, halb schon beschamt und besanftigt, murrte: „Der Junge muBte ja seinen Willen immer durchsetzen. Du wirst wohl selbst zugeben, liebe Hedwig, daB es besser für ihn gewesen ware, wenn man ihm diese sogenannte Emigration einfach verboten hatte, wie einen dummen Streich."

David, der vor qualvoller Verlegenheit völlig schief wurde die rechte Schulter schien nach oben zu wachsen, wahrend die linke melancholisch herabsank - schlug zitternd vor: „Es scheint mir ratsam, die Durchsicht der Papiere in Angriff zu nehmen."

Die Schreibtischlade war nicht zugesperrt. Der Vater öffnete sie; Frau Korella griff gierig nach dem Blatt, das zuoberst lag. Aber der Gatte nahm es ihr aus der Hand. „LaB mich, bitte! " bat er streng, wobei er sich schon die Brille aufsetzte. „Ein Gedicht," steilte er fest, beinah triumphierend, als hatte er

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