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die Straften und Platze von Madrid sich schmücken würden — „wenn wir da unten gesiegt haben.

Auf den ersten Bliek sah er aus wie ein flamischer Bauernbursche, mit seinem langen, starkknochigen, kraftig gebraunten Gesicht, dessen untere Halfte von dicken Bartstoppeln bedeckt war und überdem das dichte, dunkle Haar recht verwildert stand. Erst beim genaueren Hinschauen war festzustellen, daB dies Antlitz doch nicht dem eines gewöhnlichèn Burschen vom Lande glich; es gab in ihm jene Zeichen und Male, die nur der Geist einem Menschengesicht aufpragt. Die tief eingeschnittenen Furchen, die von den Nasenflügeln zu den Winkeln eines breiten, sinnlichen Mundes laufen, verraten, daB dieser Mann alter ist, als er zunachst erscheint. Auch über die Stirn sind Falten gezogen, die eine lange Geschichte, die groBe Chronik vieler Abenteuer erzahlen mochten.

Sein Enthusiasmus hatte angesteckt: alle lachten, da seine beinah frevlerische SiegesgewiBheit den Festesglanz der Stadt Madrid beschwor. Die Gesichter wurden aber ernst beim Eintritt der Schwalbenmutter und der jungen Leute. Man wuBte, von welchem Ort und von welch melancholischer Veranstaltung sie kamen. Es gab herzliches Handeschütteln, bewegte Blicke wurden getauscht. Mutter Schwalbe machte den jungen Hollander mit Kikjou, der Markus und Walter Konradi bekannt. Dann band sie sich eine groBe weiBe Schürze um und verschwand in der Küche. Sie wollte etwas Anstandiges kochen — wie sie vielversprechend versicherte. „Und heute soll es nichts kosten!" — Sie hatte schon wieder die unvermeidliche Zigarre zwischen den Zahnen. Mutter Schwalbe kochte meistens mit der Zigarre im Mund.

Der junge Hollander — in dessen sehr lebhaftem und geschwind vorgetragenem Deutsch der niederlandische Akzent kaum spürbar war — erzahlte schon

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