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Hier war es, das groBe Problem, die dringlichste Frage, mit der ihre Gedanken und ihr Herz so tief beschaftigt waren. Was soll kommen, nach dem Sturz des verhaBten Regimes ? Wie wollen wir Deutschland ?

Da saBen sie, in ihrem etwas schmutzigen kleinen Lokal; mitten in dieser groBen, mit allen Reizen reich begnadeten Stadt — und doch weiter von Paris entfernt als vom Monde. Denn für sie war Paris versunken, ins Nichts gestürzt, samt seinen Avenuen und Quais, den Boulevards, Brunnen, Kirchen und Palasten. Was ging all diese Schönheit sie an ? Sie wuBten beinah nichts von den fremden Lieblichkeiten. Sie saBen in ihrer Kneipe, nahe der Gare de Montparnasse, dem Café du Dóme; nicht weit entfernt vom Jardin du Luxembourg, dem Panthéon, demDömedes Invalides —: unbeteiligt am belebten Treiben auf diesen Bahnhöfen, diesen StraBen, und übrigens ziemlich unwissend in der Historie dieser Baulichkeiten, in denen Frankreichs Ruhm sich versammelt. Um sie hatten auch die Wolkenkratzer von New-York sich in den Himmel heben oder eine südliche Landschaft sich freundlich breiten können: diese Menschen würden immer die gleichen Gedanken im Kopfe haben und immer denselben faszinierten, verzauberten Bliek auf die Eine Frage, das Eine Thema:

Wie wollen wir Deutschland ?

Und wie erreichen wir, daB es so wird, wie wir es wollen ?

„Oh Deutschland, bleiche Mutter . . hatte einer ihrer Dichter geklagt.

Oh Deutschland, bleiche Mutter . . .

Alle hier im Kreise wollen die groBe Veranderung der sozialen Struktur, der Besitzverhaltnisse — da gibt es kaum eine Meinungsverschiedenheit. Aufteilung des Grofigrundbesitzes, Sozialisierung der Schwerindustrie — es mufl kommen, so rufen sie sich zu, es kann

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