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aller antifascistischen Krafte. Die überwiegende Mehrheit der Deutschen muB antifascistisch sein, wenn unser Tag da ist." —

GroBes, wirres, tief erregtes Gesprach. Die Begriffe fliegen durcheinander, sie kreuzen sich in der Luft, die mit dem Zigarettenrauch und dem Geruch der Mahlzeit gesattigt ist. Der Wert der Freiheit wird diskutiert, und die Planwirtschaft; der Begriff der Nation, der Klassenkampf, die Stellung der Kirche. Wird ein Krieg nötig sein, damit das Regime stürze ? Und wie werden die verschiedenen Machte sich verhalten im Falie des Krieges ? Was erwartet man von den Vereinigten Staaten ? Was geht in London vor ? Und was wird aus Österreich ? . . .

Die Mienen roten sich, auf den Tisch schlagen Fauste. — Wie wollen wir Deutschland ? . . .

Fragen ohne Ende; prinzipielle Probleme oder solche der Taktik — und an jedem scheint das ganze Schicksal dieses Dutzends von Menschen zu hangen. Übrigens ereifern sie sich, aber sie streiten nicht eigentlich. Einmal laBt jemand einen bösen, gereizten Ton hören: ,,Was du da zum Besten gibst, ist kleinbürgerlicher Idealismus, jeder marxistisch geschulte Arbeiter lacht dir ins Gesicht, wenn du ihm mit sowas kommst. . Aber ein anderer mischt sich versöhnlich ein: „Zankt euch nicht, haltet Frieden! Hat es denn Sinn, jetzt über Probleme, die noch nicht aktuell sind, aneinander zu geraten ? Erst müssen wir siegen?" Es ist der junge Walter Konradi, der so vorzüglichen Ratschlag erteilt. Alle schauen ihn an: Freilich, der Mann hat recht. Nur hat leider seine Stimme etwas ölig geklungen. Auch der scheinheilig sanfte und kluge Ausdruck seiner Miene wirkt plötzlich auf alle unangenehm. Man will sich aber den fatalen Eindruck nicht zugeben und versucht, möglichst schnell darüber hinwegzukommen.

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