Geen zoekvraag opgegeven

Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

Jemand erkundigt sich: „Wo ist denn der kleine Kikjou?" Wahrend der Debatte über Einheitsfront und den Begriff der Freiheit ist er weggegangen — so leise, dafi niemand es gemerkt hat, auBer Friederike Markus. Diese berichtet es nun, mit ihrer schrillen und geborstenen Stimme, die den Klang einer schwer ladierten alten Türglocke hat.

Kikjou irrte durch StraBen, Stunden lang. Alle Wege wollte er wieder gehen, die er mit Martin je gegangen war. Boulevard Montparnasse, Jardin du Luxembourg, Boulevard St. Germain, Boulevard St. Michel, und die Seine entlang, und über die Place de la Concorde, und die Grands Boulevards hinunter, und zurück, und wieder über die Place de la Concorde, und die groBe Strecke der Champs Elysées: da war er schon am Zusammenbrechen. Nun muBte er eigentlich noch nach Montmartre. Aber das schaffte er nicht mehr. Und würde er denn Martin auf dem Boulevard Clichy, auf der Place Blanche begegnen, da er ihn an all den anderen Orten vergeblich gesucht hatte ? II n'est nul part. . . il n'est nul part. . .

Am Are de Triomphe nahm sich Kikjou ein Taxi. Er wollte in dem Hotel übernachten, wo er mit Martin so viele Monate logiert hatte — so viele strahlende, finstere, unendlich bittere, unsagbar schone Wochen lang . . .

Er muBte weinen, als er die rue Jacob wieder sah —: enge, dunkle rue Jacob. Und da war die kleine „Bar Tabac", wo man die zu teuren Camel-Zigaretten gekauft, und, zu unpassenden Tageszeiten, den Apéritif genommen hatte. Es ist ein Uhr morgens. Kikjou ist so müde, daB er sich kaum aufrecht halten kann. Ihm schwindelt, und die FuBsohlen brennen ihm. Er hat geklingelt und wartet darauf, daB die Haustüre aufspringt. — ,Wie oft bin ich neben Martin durch

28

Sluiten