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Wie dumm und peinlich das klingt! Wie falsch das ist! — Aber ist es nur falsch ?' —

Ich begreife immer besser den Sinn von Marcels Warnungen und von den spöttischen Blieken der ,, Schwalben'' - Leute.

Die heilige und lebendige Wahrheit, die Gotteswahrheit, kann miBbraucht werden. Sie ist miBbraucht worden. Eine Klasse, der nur an ihrem Geld und an der politischen Macht liegt — sicherlich nicht an Gott — bediente sich des Heiligsten Namens, um die Armen abzulenken von ihrem Zorn — dessen Ausbruch der Untergang dieser Privilegierten ware. Vielleicht will aber Gott diesen Untergang.

Ich habe mich selber ablenken lassen.

Verzeih mir, lieber Gott, ich habe zuviel an Dich gedacht.

Ich habe mich mit Dir mehr beschaftigt, als es in Deinem Interesse liegt: namlich im Interesse Deiner Schöpfung, in der das Böse wuchert.

Ich habe Deinen Namen zu viel im Munde geführt. Es steht aber geschrieben, daB wir ihn nicht miBbrauchen sollen. Verzeih mir. Wahrend ich mich am schonen Klang Deines Namens berauschte, habe ich ein dummes, weichliches und verfehltes Leben geführt.

Es wird heute viel Unfug mit Deines Namens Majestat getrieben. Mir wird ganz heiB vor Zorn, wenn ich daran denke. Vielleicht ist es wirklich schon so weit gekommen, daB man Dich vor Deinen eigenen Priestern schützen muB — oder doch vor einigen von ihnen. — Kümmert es Dich viel, ob Dich die Menschen anerkennen ? Du bist der Herrscher, der gerne auf Bezeugungen der Unterwürfigkeit verzichtet, wenn nur gehandelt wird im Sinn Deines Willens. Wenn nur gehandelt wird . . .

Ich will handeln.

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