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und als sie verstanden hatte, wollte sie noch nicht glauben. „Ein Spitzel?!" Sie kicherte schrill. „Mein Gabriel, mein SüBer — ein Spion ? — hi hi hi! Verzeihen Sie, dafi ich mich amüsiere!" Sie barg den verzerrten Mund hinter der Hand, wie etwas HaBüches oder Obszönes. „Ein Spitzel! Das könnte Ihnen so passen, Herr Deutsch! Mein Gatte hat Sie wohl geschickt — er spinnt Intrigen, er bezahlt die Hascher, er finanziert ganze Bureaus, die mich und Gabriel auseinander bringen sollen. Vor keinerlei Unkosten scheut er zurück, nun hat er also auch Sie bestochen. Pfui, Herr Deutsch, das hatte ich nicht von Ihnen erwartet!" Sie schüttelte tadelnd den Kopf, zeigte bittere Gekranktheit — bis ihr ein anderer Einfall kam, der sie eher heiter stimmte und ihr Mienenspiel neckisch machte. „Oder geht der ganze Scherz von Ihnen aus ?" Sie blinzelte anzüglich, spitzte auch die Lippen, wie zum Pfeifen oder zum Küssen. „Herr Doktor — Sie Böser! Haben Sie es darauf abgesehen, Gabriels Nachfolger bei mir zu werden ? Sind Sie in mich verliebt ?"

Endlich glaubte sie es: ihr Gabriel war fort, und er würde nicht wieder kommen. Sollte er es aber wagen, noch einmal zu erscheinen, so muBte sie ihm ins Gesicht spucken; denn er hatte sie miBbraucht und betrogen, von Anfang an. Da warf sie die Arme gen Himmel und schrie.

Der Schreikrampf dauerte Minuten lang. Sie stand mit hochgereckten Armen mitten im Zimmer, das fahle Madonnen-Gesicht etwas schief gestellt, die Löckchen, steif und zierlich gedreht, hingen ihr in die Stirne, und aus dem Mund, der klagend offen stand, kam das Geilen. Für David Deutsch war es eine graBliche Situation. Er sagte: „Aber gnadige Frau! Ich bitte Sie, liebste Frau Markus! So beruhigen Sie sich doch, Frau Viola!" Sie schrie

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