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FÜNFTES KAPITEL

Die Freunde in Paris überlegten sich: Wo ist Kikjou ? Niemand kannte seinen Aufenthalt. In Wahrheit wuBte er selber kaum, wo er sich befand — so sehr war er der Welt abhanden gekommen.

Er wohnte irgendwo auf dem Lande. Gehorte dieses triste Dorf noch zu Frankreich ? Oder war er weiter, bis nach Belgien, nach Holland gefahren ? Er verlieB sein Zimmer fast nie; es war kahl und eng, eine Zelle. Morgens ging er zur Kirche und beichtete. „Ich habe gesündigt — immer nur gesündigt. . . Ich muB furchtbar büBen..." Der fromme Vater wollte Einzelheiten. „Was hast du Böses getan, lieber Sohn ?"

— „Nur Böses, mein Vater, nur Böses! Ich habe nicht genug geliebt. Ich habe einen Menschen getötet — oder bin doch mit-schuldig an seinem Tode. Den schwarzen Machten habe ich ihn überlassen, weil es meine Neugier reizte und mich scheuBlich lüstern machte, seine Verzauberung, seinen Verfall und Absturz zu beobachten. Es gibt keine Sünde, die ich nicht begangen hatte. Ich muB furchtbar büfien ..."

— „Das überlasse mir!" Der fromme Vater unterbrach ihn nicht ohne Strenge. Er fügte sanfter hinzu: „Du verwirrst dich! Was du sprichts, scheint phantastisch — auch klingt es nach Prahlerei. Es gibt eine Manier, sich selbst anzuklagen, welche an Prahlerei grenzt. Beichte deine Sünden der Reihe nach: dies kann ich dir nicht ersparen! Übertreibe sie nicht ins MaBlose — was nur eine andere Form ist, sie zu verkleinern und zu verwischen. Sei bescheidener! Der Teufel des Hochmutes sitzt dir im Leibe — wenngleich du erst wie ein Zerknirschter wirkst." — „Ich will ins Kloster gehen," brachte der Sünder hervor. „Ich will der Welt entsagen . . . mein Leben ganz dem Dienst des Herren weihen . . Auf diese

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