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neue Unbescheidenheit hatte der Priester keine Antwort. Vielmehr bestimmte er trocken: „Komme morgen wieder! Heute bist du nicht in der Verfassung, eine ordentlich Beichte abzulegen. Gehe in dich! Bete! Sammle deine Gedanken! Komm morgen wieder!" —

DrauBen schien es schon beinah Winter geworden. Das öd gebreitete Land verhüllte sich düster. Ein schwarz-grauer Himmel senkte sich betrübt zu den nassen Feldern. Auf den Wiesen, Pfaden und Büschen schmolz ein dünner, miBfarbener Schnee.

Kikjou fror in seiner Kammer, er dachte: ,Die alte Patronne — diese verfluchte Hexe —, sie könnte besser einheizen . . .' Aber dann beschloB er: ,Nein, ich beschwere mich nicht; es ist besser so. In einer Klosterzelle wird es auch nicht komfortabler sein. Mit nackten FüBen will ich über diesen eisigen Steinboden gehen — und wenn ich mir eine Erkaltung hole, was tuts ? Ich muB büBen . . . Beten will ich und in mich gehen; der Priester hat recht: mir sitzt der Teufel des Hochmuts noch im Leibe. Herr Jesus, du kennst alle meine Sünden! Dein Gesicht ist menschlich — als des Menschen Sohn hast du unter uns gelebt und gelitten —; du bist auch mit den Sünden der Menschen vertraut. Mein Herr Jesus — vor deinem Jammerbilde sink' ich hin. Erbarme dich meiner! Habe Mitleid! Ayez pitié de moi, Seigneur! Christ — ayez pitié de nous!"

Knie nieder, Kikjou — der FuBboden ist kalt, in deinem Herzen aber rasen Feuerbrande. Knie hin, Knabe, halte still, sei geduldig! Lege dein kindliches, viel zu hübsches Gesicht in die Hande : dies erst ist die Stunde deiner Konfession. Dein Erlöser selbst, starr gereckt in seiner Leidenspose, hort dir zu. Siehe — sein Haupt voll Blut und Wunden ist ein wenig seitlich geglitten; seine Lippen haben sich geöffnet

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