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es nicht ganz appetitlich aus ? Aber du schaust kaum hin. Nicht essen und trinken jetzt! Es ist die Stunde der Konfession.

Vielleicht hast du spater ein klein wenig geschlafen — sicher nicht mehr, als zwei oder drei Stunden lang, dein Erlöser verzeiht es dir. Der Morgen aber findet dich wieder vor dem Kruzifixus, wieder knieend, und das petit déjeuner rührst du nicht an. Auch da es Mittag wird, magst du dich nicht erheben. Früh kommt die Dammerung in diesen Tagen zwischen Herbst und Winter. Deine Kniee sind wund — spürst du es nicht ? Hast du nicht Schmerzen in allen Gliedern ? Auf einen Fremden, der nun plötzlich ins Zimmer trate, müBtest du nun fast beangstigend wirken; du zeigst die Miene eines höchst Verzückten.

Was erwartet dein verzücktes Herz ? Es erwartet nichts mehr; denn es ist glücklich. So voll Helligkeit bist du in deinem Inneren, daB du den Lichtschein gar nicht gleich bemerkst, der jetzt weiB durch deine Zelle weht. Ein Gerausch laBt dich aufschauen. Du bist kaum erstaunt, da du den Engel gewahrst.

Er steht hinter dir und bewegt unruhig die Flügel, wodurch das metallische kleine Klirren verursacht wird. Es ist wie ein nervöser Tick; dabei aber sehr groBartig. Der Engel muB die groBen Flügel regen, als kame er sonst aus der Übung und würde das Fliegen verlernen ganz ahnlich, wie ein Rekordschwimmer oder Radfahrer, der auch aus der Form geriete, wenn er nicht immer trainierte.

Dies ist das Wunder — da du am wenigsten mit ihm gerechnet hattest, ist es plötzlich da. Du empfindest kaum, daB es ein Wunder ist. Ein Engel ist an dich herangetreten, daran kann kein Zweifel sein. Wenn es nicht das Flügelpaar an seinen Schultern bezeugte, so verriete es sein ungeheurer, lachelnder Bliek und der sehr besondere Geruch, den er aus-

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