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klagen zu wollen. Da entfernt sich das Licht. Der Engel ist aufgestiegen: emporgeschnellt ist er wie ein GeschoB. Unbarmherzig führt er mit sich den Knaben — den Beter, den Sünder, den Verzauberten: Kikjou, le petit frère de Marcel; einsamer nun denn je — einsam, einsam, mit seinen Gebeten, seinen Verzückungen, seinen Zweifeln.

Hinauf in die Nacht, in den Aether, in die Sphare, die ihm den Atem verschlagt . . . Darf Kikjou nun zurückkehren in seine Zelle, zu seinem Kruzifix, seinem schmalen Bett, seinem petit déjeuner, das unberührt auf dem Tischchen steht ? — Einige Aufenthalte werden ihm noch zugemutet. Der Engel — dieses eigenwillige, ungeheuer geschwinde, majestatisch klirrende Vehikel — setzt ihn noch zwei Mal ab: Erst in einem engen Raum, wo es nach Schminke, Puder, staubigen Kostümen riecht. Es ist eine Theater- oder Kabarett-Garderobe. Vor einem Spiegel sitzt eine Frau und frisiert sich: Marion — Kikjou erkennt sie, schon von hinten, an der Purpurmahne, die an seines Führers schaurig-schöne chevelure erinnert. Kikjou — unsichtbar und stumm — muB erleben, daB sein grausamer Engel mit tiefer, etwas brummender, beinah höhnischer Stimme ruft: „Marcel ist tot! Ins Herz getroffen! Tot!" —; daB Marion auffahrt; ihr entsetzensvolles Gesicht nach der Stimme wendet; niemanden findet; schreit; zur Türe stürzt; zum Spiegel zurückkehrt; ihr Gesicht in die Arme wirft, und endlich weint. — Marcel ist tot. Ins Herz getroffen. Tot. Nun weiB es Marion. Sie zweifeit nicht: Diese Stimme hat die Wahrheit gesprochen; nur die Wahrheit kann so furchtbaren Klang haben. — Martin ist tot. Die kleine Tilly ist tot. Marcel ist tot: ins Herz getroffen. — Ins Herz getroffen schluchzt Marion vor dem Spiegel. .Verlassen mich alle ? Bleibe ich ganz allein ? Warum muB gerade ich leben ?

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