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zuckt enerviert'mit dem Kopf: Was ist denn das für ein Larm ? Ich habe mich wohl geirrt! Bin ich fïebrig, daB ich Stimmen höre ? Ich muB Kamillentee trinken, Aspirin nehmen und zu Bette gehen . . . Der Engel aber wiederholt mit grausamer Hartnackigkeit: „Marcel ist tot! Ins Herz getroffen! Tot! Tot! Tot!"

Nun darf Madame nicht mehr zweifeln: ihr Sohn ist tot, sie hat es endlich begriffen. Unter fremden Himmeln ist er hingemacht worden, und hat vorher nicht einmal Abschied von ihr genommen. Nicht umsonst hat Madame Poiret, eine gute Französin, seit eh und je eine so starke Aversion gegen das Ausland gehabt. Alles Internationale war ihr stets verhafit. HieB die Mörderbande, zu der ihr Sohn sich gemeldet hatte, nicht Internationale Brigade ? Sie haben Kirchen verbrannt, Priester gefoltert, Gott gelastert. Die Strafe folgt auf dem FuBe. Eine Kugel kommt geflogen, der Heilige Geist selber hat sie geschickt. Ins Herz getroffen. Tot.

Ins Herz getroffen, tot —: ,Es ist mein Sohn, den sie getroffen haben!! Es gibt viele Söhne; dieser aber war mein. Ich habe ihn in Schmerzen geboren; als Kind hatte er Scharlach, ich habe ihn gepflegt. Er hat mich nie geliebt, ich habe ihn nie gekannt, er hat abscheuliche Dinge geschrieben, ich habe sie nie verstanden; Blasphemien kamen von seinen Lippen, die haben mich mehr gekrankt als alle schauerlichen Beleidigungen, die er sich ausdachte gegen mich — seine Mutter. Ich bin seine Mutter, er ist mein Sohn, ich habe nur ihn, sonst niemanden auf der Welt; ich hatte nur ihn, er ist tot, ins Herz getroffen, tot.'

Welch ein Schauspiel für die beiden Unsichtbaren, für Kikjou und seinen Engel! Madame Poiret reckt klagend die Arme —: es mutet seltsam an, wenn eine distinguierte, böse altere Dame sich zu so ausschweifenden Gesten genötigt sieht. ,Mein Sohn! Mein

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