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finden; ein Geruch nach Mandelblüten und überirdisch feinem Benzin ist zurückgeblieben in der mönchischen Zelle.

Unfaflbar milde und unfaBbar streng empfangt der Bliek des Heilands diesen Sterblichen. Geduldig hat es auf ihn gewartet, das Haupt voll Blut und Wunden, das dornengeschmückte. Es neigt sich der Schulter zu, wie beim aufmerksamen Lauschen. Die Lippen stehen ein wenig offen — durstige, trockene, blutig aufgesprungene Lippen: sie werden den Essigschwamm kosten. — ,Ich habe gelitten wie diese,' sagt der Heiland dem jungen Sterblichen. ,Ich kenne die Schmerzen, deren Zeuge du gewesen bist. Auch du solist leiden. Gehe hin. Nimm es auf dich. Es ist bitter, ein Mensch zu sein. Ich war des Menschen Sohn, und ich habe noch den bitteren Geschmack davon auf der Zunge und den ausgedörrten Lippen. WeiBt du aber nicht, wie sich das Bittere verwandelt ? Leidend und liebend verwandelt sich der Mensch. Mein Vater im Himmel verzeiht uns, wenn wir geliebt und gelitten haben. Gehe hin, Knabe! Nimm es auf dich! Sei ein Mensch!'

Professor Benjamin Abel hatte, einige Wochen nach der Katastrophe mit Herrn Wollfritz im „Huize Mozart", Amsterdam verlassen. Er war spater noch einmal nach Holland gekommen, um Vortrage an der Universitat Leiden zu halten. Bei dieser Gelegenheit sah er Stinchen wieder, die irgendwie von seiner Anwesenheit Kenntnis bekam und herbei reiste —: „weil ich Sie doch nicht vergessen kann, Mijnheer," wie sie errötend gestand. Sicherlich wuBte die maskuline, eifersüchtige Mama nichts von diesen zartlichen Ausflügen, die sich im Lauf der nachsten Wochen mehrfach wiederholten. — Auch Fritz Hollmann tauchte wieder auf— : ein tapferer Kerl, schlug

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