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der harte Bart schimmerte rötlich, wahrend das verwilderte Haupthaar einen reinen, fast goldenen Glanz zeigte.

Der Bursche hatte lang nichts gegessen, erbekam Kaffee und belegte Brote, Abel lieB sich von ihm erzahlen. „Ich heiBe Ernst,begann er seinen Bericht — als ob dies am wichtigsten ware. Was folgte, war etwas wirr und recht traurig. Die triste Chronik wurde oft unterbrochen durch allgemeine Betrachtungen schwermütiger und bitterer Natur, die sich meistens in den Worten: „Es ist alles eine groBe ScheiBe!" resümierten. Die ersten Jahre des Exils hatte Ernst — wenn man ihm glauben durfte — in Prag zugebracht, mit einem Kameraden zusammen, einem feinen Kerl, der jetzt verschollen war. ,, So einen finde ich nie mehr. Den haben sie inzwischen sicher auch irgendwo umgebracht." Seither hatte er nirgends langer bleiben dürfen als nur einige Wochen. „In der Schweiz," sagte der Bursche — und plötzlich hatte er ein sanftes, beinah seliges Lacheln — „da ist es mir gut gegangen. In Zürich — da war es schön . . . Aber die Fremdenpolizei ... Es ist eine groBe ScheiBe . . . Aus dem Bett hat man mich rausgeholt, ohne Rücksicht auf die Dame, die bei mir war . . Dies hatte keineswegs zynischen Klang, auch prahlerisch war es nicht gemeint. Im Gegenteil verstand Abel, daB jenes dankbar ergriffene Lacheln, das eben noch die abgemagerte Miene des Vagabunden verklart hatte, mit der erwahnten „Dame" in Zusammenhang stand.

Er erzahlte noch lange von seinen Abenteuern auf den LandstraBen und in den Herbergen vieler Lander; von den ZusammenstöBen mit der Polizei in Frankreich, Belgien, Holland, Danemark, Schweden, Norwegen und Finnland. Manches klang unwahrscheinlich, einiges war wohl gelogen, am Ende

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