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selbst zu erwidern: „Nie und nimmr!" SchlieBlich berief sie sich nochmals auf das Versprechen ihres Brautigams — vielmehr: „des Vaters meines Kindes," wie sie pedantisch hinzufügte.

Ihre Klagen machten viel Larm — was zur Folge hatte, dafi ein Herr mit zorngeröteter Miene eintrat und seinerseits brüllte. „Was ist hier los?! Ich verhitte mir das!" Sofort verstummten alle; der Herr jedoch schimpfte weiter; nun war es ein bleicher Unterbeamter, der den groBen Zorn des Vorgesetzten über sich ergehen lassen muBte. — „Habe ich Ihnen nicht zehn Mal gesagt, die Leute sollen im oberen Wartesaal bleiben, wenn sie ihre Nummern haben ? Immer wieder dieser Radau, direkt vor meinem Bureau! Wozu haben wir denn das zweite Stockwerk ? — Das ist eine Unordnung! Eine Sauerei! Gar nicht auszuhalten!" Der Herr hielt sich die Fauste an die Schlafen; er schien fürchterlich enerviert. Die Wartenden drangten sich schon zur Treppe; der Unterbeamte — selbst ganz gebückt vor Schrecken — trieb sie wie eine Herde. „Marsch, marsch! hinauf! Was steht ihr denn noch herum! Marsch marsch marsch!" Er trat auch an Abel heran, der zögernd zurück blieb. — „Worauf warten Sie denn ? Sie hören doch, was befohlen worden ist. Hier ist die Treppe — marsch marsch marsch — hinauf!"

Abel meinte zu traumen. ,Wo bin ich denn ?' — besann er sich entsetzt. ,In einem Kasernenhof ? Dort kann es so schlimm nicht sein... In einem Konzentrationslager ? . . . Mein Gott: die Unglücklichen fliehen Deutschland — um hier dies zu finden . . .' — Er sagte, mit etwas bebenden Lippen: „Wenn ich recht verstanden habe, so sollen nur die Herrschaften, die im Besitz von Nummern sind, ins obere Stockwerk gehen. Ich habe keine." — „So lassen Sie sich gefalligst eine geben!" fuhr der Mann ihn an.„ Jeder braucht eine

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