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über ihr hartes Los. „Damit ist kein Geld zu verdienen," sagte Nathan, der sich dies alles mit ansehen muBte. Er war auch dabei gewesen, als eine junge Frau, deren Gatte in einem deutschen Konzentrationslager saB, sich im Vorzimmer des Comités erschoB. ,,Solche Szenen vergiBt man nicht!" sagte er leise. „Vielen hat das Furchtbare, was sie in Deutschland mitmachen oder mit ansehen muBten, das moralische Rückgrat zerbrochen. Sie sind wie gelahmt; wie Krüppel sind sie geworden, können sich gar nicht rühren. Da sitzen sie nun, und man soll etwas für sie tun. Sie selber aber sind wie gelahmt; reden nichts als Unsinn. Manche sind auch noch miBtrauisch und renitent —; kein Wunder, bei alle den Erfahrungen, die sie gemacht haben —; uns aber erschwert es die Arbeit. Man ist oft so müde. WüBten Sie nur von all den Schwierigkeiten, all den Schikanen, mit denen wir taglich zu kampfen haben! Manchmal verliert man die Nerven. Aber wir wollen das Beste! Wir tun, was wir irgend können — glauben Sie mir!" Er sagte es beinah flehend — was nicht nötig gewesen ware; Abel glaubte ihm. Er zweifelte nicht daran: Nathan war ein guter und gescheiter Mensch; gab sich Mühe; rieb sich auf für eine Sache, die nicht Gewinn brachte, und viel Ehre schien kaum zu erwarten. ,,Auch das Geld wird knapp," lieB er wissen. ,,Zu Anfang wurde reichlich gespendet. Aber die Tragödie dauert zu lange, das allgemeine Interesse laBt nach. Auch scheint das Ganze zu hoffnungslos — ein FaB ohne Boden, wenn ich mich so ausdrücken darf. Es werden immer mehr Flüchtlinge, taglich kommen neue an, unsere Fonds sind beinah erschöpft, unsere Geldgeber lassen sich kaum noch sprechen ..."

Die beiden Manner saBen sich gegenüber; eine Weile sagte keiner etwas. SchlieBlich war es Nathan, der wieder zu sprechen begann. „Es ist schade um die

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