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schrocken. ,Habe ich mir einen Namen gemacht, im Lauf dieser bitteren Jahre ? Ich bin herumgereist und habe Verse aufgesagt. . . Bin ich dadurch berühmt geworden ?'

Spater fiel ihr ein, daB man sie auf dem Podium haben wollte, um Marcel Poiret zu feiern — den Soldaten, den Dichter, Helden, Martyrer. Sie war seine Gattin gewesen. Sie trug seinen Namen. — Alle im Saai erhoben sich von ihren Sitzen, als die Witwe des Martyrers ans Rednerpult trat. Tausende standen stumm — Pariser Arbeiter und Intellektuelle und Frauen —; sie reckten schweigend die Faust; sie senkten die Stirnen, zu seinem Gedachtnis. Marion hatte Tranen in der Stimme, als sie zu sprechen begann. Wie glücklich ware ihr Marcel, wenn er dies sehen dürfte! (Vielleicht darf er es sehen; vielleicht darf er glücklich sein . . .) Sein Leben lang hatte er darunter gelitten, da!3 er von der Masse nicht verstanden wurde. Nun, da er tot war, huldigte sie ihm. Die einfachen Leute konnten ihn erst begreifen, da er sein Blut vergossen hatte, für die gemeinsame Sache. Er hatte gekampft, gelitten und sich geopfert; deshalb reckten sie nun die Fauste, ihm zu Ehren und im Gedanken an ihn. — Marion redete einfach zu ihnen, wie sie empfanden. Sie rief: „Er ist in einem grofien Kampf gestorben, der Kampf geht weiter, vielleicht stehen wir erst am Anfang." Sie erzahlte — als waren es gute alte Bekannte, an die sie sich wendete —: „Ich fahre jetzt nach Amerika, dort haben wir Freunde, ich werde sie von euch grüBen. Überall finden wir tatige Kameraden. Gerade weil die Freiheit überall gefahrdet ist, gibt es überall Tapfere, die sie verteidigen wollen. SchlieBlich aber gewinnen wir unseren Kampf!" Dies erklarte sie zuversichtlich; hatte dabei auch den altbewahrten Flammenblick, und sah schön aus,

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