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Freude wie in der ersten, hoffnungsvollen Zeit. — Immerhin: zu eigentlicher Enttauschung gab es noch keinen AnlaB. In der Rolle, die ihr zugedacht war, konnte Tilla alle ihre Reize spielen lassen. Kein Zweifel: der groBe Triumph stand bevor. Ware das Manuskript nur erst fertig!

Endlich war es so weit; die Aufnahmen konnten beginnen. Das Leben wurde interessanter und spannungsreicher. Die Reporter lieBen sich wieder melden, auch Kavaliere waren plötzlich da; abends, nach der Arbeit im Studio, fuhr Tilla, bunt geschmückt, in die eleganten Dancings mit den spanischen Namen; am nachsten Morgen stand in der Zeitung zu lesen, mit wem sie gespeist und geflirtet hatte. Etwas überraschend, auch schmerzlich war, daB ihre Gage plötzlich gesenkt wurde, wahrend sie noch in der Wiener Gesellschaftskomödie agierte. Ihr erster Vertrag, der für sechs Monate bindend gewesen war, lief gerade ab; er sollte verlangert werden, aber nur noch vierhundert Dollars die Woche wurden genehmigt. Tilla erklarte sich einverstanden; sie dachte: ,Nach dem fulminanten Erfolg, der mich erwartet, kann ich neue Ansprüche stellen!' Die Kenner versicherten ihr: ,,Du bist eine Spezialitat; [für alle mondanen Filme wird man dich brauchen. Wenn du ein groBes Abendkleid tragst, siehst du nicht aus wie ein Mannequin, sondern wie eine Fürstin. AuBerdem kannst du wirklich eine feine Konversation sprechen. — Tilla, wir beneiden dich alle um deine wundervolle Karriere!"

So viel Freundlichkeit war verdachtig. Tilla blieb miBtrauisch; musterte sich lange im Spiegel. Ohne Frage: für eine Frau Mitte Vierzig sah sie fabelhaft aus. Immer noch war sie die auffallend attraktive Erscheinung, hochelegant in ihrem leichten, dunkelroten, mit schwarzem Schleier etwas phantastisch

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