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sich ans Gitter drangen, wenn jemand mit Futter sich naht. War es ihnen verboten, das eingezaunte Tanz-Bassin zu verlassen? Waren sie eingekerkert auf dieser engen Flache schmutzigen Parketts ? — Dem Professor wurde unheimlich zu Mute. „Tanz mit mir!" bettelten die Madchen. Sie hatten merkwürdig flache, klirrende Stimmen, wie Automaten; sie hoben die Arme, schüttelten die gespreizten Hande, die bunten Gesichter, das gelockte Haar; auch die weichen Körper in den armen, bunten Flitterkleidern schüttelten sie.

Die Minuten, die man tanzend verbrachte, wurden gezahlt; jede Tanz-Minute kostete zwei Cents. Wenn das Orchester zu spielen aufhörte, muBte man zahlen. Ubrigens gaben sich die Madchen redliche Mühe, scheuten keine Anstrengung und keinen Trick, um den Tanz für ihre Kavaliere amüsant und lohnend zu gestalten.

Benjamin setzte sich an einen Tisch und bestelite Kaffee. Er beobachtete einen alten, hageren Mann, der ein hübsches brünettes Madchen führte; sie waren das einzige Paar auf der Flache. Der Mann hatte ein heuchlerisches Pfaffengesicht —: ,so spielen Schmierenschauspieler den Tartuffe,' dachte Benjamin. Die Augen verschwanden hinter den spiegelnden Glasern eines groBen Zwickers. Das Madchen sah todmüde und ungewöhnlich gelangweilt aus. Zwischen den rasierten Augenbrauen stand ein kleiner Zug von Ekel, wahrend die gefarbten Lippen das mechanische Lacheln hielten. Ubrigens war sie reizend; der schmale Körper, verführerisch unter der enganliegenden schwarzen Seide des Kleidchens — und auf dem schmalen Hals, das Gesichtchen blütenhaft zart —: .wahrscheinlich hat sie exotisches Blut,' dachte Benjamin. ,Von einer Südseeinsel könnte sie sein, sie gefallt mir.'

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