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welterfahrener Geseile, erzahlte ihr mancherlei; zum Beispiel, Geschichten über seine Gaste und ihre Schicksale. „In diesem Sommer", sagte er, „als wir es so sehr heifi in New York hatten, saB jeden Tag ein deutscher Professor an meiner Bar —: ein sehr feiner Herr, aber so traurig! Er konnte sich gar nicht hier einleben und hatte ein betrübtes Gesicht! Pauvre type. Ja, für einen gebildeten Herrn muB es schwer sein, sich in neuen Verhaltnissen zurechtzufinden ..." — Marion meinte: „Wie kann es jemandem in New York nicht gefallen? Es ist doch wunderbar hier!" — „Madame haben eben mehr Lebensmut als der Professor," sagte der erfahrene Gaston. —

Sie bekam bald heraus, daB manches, was man in Europa über New York erzahlte, schierer Unsinn war. Das berühmte „amerikanische Tempo" zum Beispiel —: in Berlin hatte man es vielleicht, etwas krampfhafter Weise, gehabt; hier indessen suchte man es vergeblich. Die Stadt war eher gemütlich, bei all ihrem Riesen-MaB. Den gehetzten Eindruck machten die kürzlich eingetroffenen Europaer, die gierig waren, sich dem eingebildeten „amerikanischen Tempo" anzupassen und rapide vorwarts zu kommen — was sie sich gerade durch ihre Hast und die hysterische Gespanntheit ihres Egoismus erschwerten. Die Amerikaner lieBen sich durchaus Zeit: Marion steilte es, erstaunt sowohl als befriedigt, fest. Manchmal wunderte sie sich über ihre eigene Ungeduld, das nervöse Bedürfnis nach Geschwindigkeit. Den Amerikanern, die im Hotel wohnten, schien es kaum etwas auszumachen, wenn sie mehrere Minuten lang auf den Lift warten muBten — wie es haufig geschah. Marion aber verlor die Nerven. Sie klingelte heftig, und da der „Elevator" noch immer nicht kam, suchte sie nach der Treppe;

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