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de, grausame und lustige Wetter der Stadt New York. An manchen Tagen war die Luft mit Elektrizitat so geladen, daB man kleine Schlage empfing bei der Berührung von metallischen Gegenstanden. Die seidene Wasche knisterte und klebte am Körper, und wenn man einem Menschen die Hand gab, sprühten Funken: es war etwas unheimlich und sehr amüsant.

Anfangs schienen sogar die Cocktail-Parties in der Park Avenue unterhaltend; der Manager bestand darauf, daB Marion sich in der „Gesellschaft" bemerkbar mache. Allmahlich ward der Umgang mit den Reichen ermüdend. Marion hatte ein Grauen vor dem Konventionellen — vielleicht weil ihre Mutter, die geborene von Seydewitz, gar zu lange Meisterin in der Kunst der floskelhaften Konversation gewesen war. In den Salons der ,,society"-Damen wurde jedes spontane Wort wie eine Obszönitat vermieden. Das Spiel der Fragen und Antworten funktionierte mechanisch und starr; niemand interessierte sich für die Worte des anderen, alle Worte waren inhaltslos.

Marion hatte Stunden tiefer Niedergeschlagenheit. Der erste Enthusisamus war abgenutzt und verbraucht; das Herz füllte sich mit Bangigkeit und Langerweile.

Sie saB am Schreibtisch, sie versuchte, irgendetwas zu Stande zu bringen — einen Brief oder ein paar Notizen zu ihrem Vortrag. Die Hande blieben wie gelahmt auf den Tasten der Schreibmaschine liegen.

Das summende Gerausch des elektrischen Eisschrankes störte sie. Alles störte, und alles tat weh. Sie ging durchs Zimmer; lieB sich auf dem breiten Fensterbrett nieder; es war glühend heiB von der Zentralheizung. Die Hitze im Raum war fast unertraglich: jetzt erst fiel es ihr auf. Der Heizkörper war hinter einem weiB lackierten Gitter versteekt; sie fand den Griff nicht, durch den die Hitze sich hatte abstellen lassen. Das Fenster immerhin konnte man

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