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und steilte den Kübel vor dem Fenster hin. Seine Stimme hatte einen hellen und festen Klang.

Marion sagte, am Schreibtisch: „Natürlich. Bitte. Ich wollte ohnedies eben ausgehen ..." Sie erhob sich, um sich aus dem Wandschrank Hut und Mantel zu holen. Der Junge kniete auf dem Fensterbrett und begann schon, eine der Scheiben mit dem nassen Tuch zu bearbeiten. Marion schaute ihn an.

Sie blieb stehen, ehe sie den Schrank noch erreicht hatte. „Sie sind Italiener?" fragte sie ihn. Er lachte und nickte. „Woran merken Sie das ?" wollte er lachend wissen. Marion — nach einer Pause, die mehrere Sekunden lang dauerte —: „Das kann man doch horen ..."

Sie nahm Hut und Mantel; machte sich geschwind vor dem Spiegel zurecht, und ging — etwas zu rasch — aus dem Zimmer. Der Junge hatte in seiner Tatigkeit am Fenster innegehalten und ihr nachgeschaut, bis sie die Türe hinter sich schloB. Sein Gesicht war braun und kraftig geformt, mit blauen, weiten, sehr leuchtenden Augen, deren Helligkeit zum Schwarz des dichten, glatten Haars kontrastierte.

Marion, im Korridor, klingelte nach dem Lift; der lieB auf sich warten, wie meistens. Sie dachte — mehr noch erstaunt als entzückt —,Aber dieser Bursche ist ja schön wie ein junger Gott! Nein, so etwas! Plötzlich tritt ein junger Gott zu mir ins Zimmer; tragt eine kurze braune Lederjacke — das blaue Hemd offen am Halse —, und putzt mein Fenster mit einem Lappen. Ein überraschender Vorfall. Dergleichen erlebt man nicht alle Tage . . .' Sie klingelte nochmals. Der Lift kam nicht. Sie erwog, ins Zimmer zurück zu gehen; ein Vorwand dafür hatte sich finden lassen . . . Das würde die Gelegenheit bedeuten, noch ein paar Worte mit dem Burschen zu sprechen. ,Denn wenn ich von meinem ausgedehnten

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