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Spaziergang zurückkomme,' — meinte sie — ,ist er doch natürlich nicht mehr da, und dann sehe ich ihn nie wieder.' — Plötzlich aber empfand sie mit Beschamung die Albernheit ihres kleinen Plans. ,Er würde merken, daB ich seinetwegen zurückkomme . . . Was für Dummheiten!'

Es machte sie nervös, hier zu stehen und auf den Lift zu warten. Sie öffnete die Tür zum Treppenhaus — die halb verborgene Tür, die sie so lange nicht gefunden hatte und die ihr nun schon vertraut war. Vertraut war ihr auch der muffig-modrige Geruch auf der engen Treppe, die eigentlich gar nicht den Gasten zur Benutzung dienen sollte, sondern nur zur vorlaufigen Aufbewahrung von allerlei Abfall.

Vom fünften Stock geschwinden Schrittes hinunter in den Empfangsraum zu steigen, macht etwas atemlos. Marion keuchte, als sie die andere schmale und geheime Türe öffnete, durch die sie, nach dem Ausflug in die Unterwelt, wieder ans Tageslicht treten durfte. Der Concierge betrachtete die Dame, die da aus den eigentlich unbetretbaren, fast verbotenen Gegenden kam, zunachst recht erstaunt; erinnerte sich dann aber, daB Miss Kammer nun einmal solch drollig-originelle Angewohnheiten habe — und lachelte strahlend. ,,How do you do, Miss Kammer? Nice weather today ..."

Das Wetter war wirklich schön; Marion hatte es, von ihrem Zimmer aus, noch gar nicht feststellen können. Der schmale Streifen Himmel, der zwischen den Reihen der Hauserfronten sichtbar war, strahlte in harter und reiner Blaue. ,Fast wie im Engadin' — dachte Marion, plötzlich guter Laune.

,Wo wollte ich eigentlich hin ?' fragte sie sich selber, ziemlich heuchlerisch; denn in Wahrheit hatte sie ja vorgehabt, einen ausgedehnten Spaziergang zu unter-

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